Zum 70. Geburtstag – in Erinnerung

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Heute möchte ich euch von einem ganz besonderen Menschen erzählen. Und auch davon, was er/sie mir bedeutet.

Sie wäre heute 70 Jahre alt geworden und ich weiß gar nicht, ob sie diesen besonderen Tag gerne gefeiert hätte. Sie war nicht der Mensch, der gern im Mittelpunkt stand. Sie stellte lieber andere in die Mitte und wich ihnen bei einem Gespräch nicht von der Seite. Sie stärkte anderen den Rücken und fand selbst Halt in diesen Gesten. Sie begeisterte sich für Sinnliches – sehr gern im kulinarischen Sinn – und Übersinnliches. Sie glaubte an vieles, dass wir nicht sehen konnten und konnte manches nicht glauben, obwohl sie es sehen konnte. Sie war etwas kleiner als ich und auch etwas rundlicher. Sie war schon grau und runzelig geworden – “alte Tante”, nannte sie sich oft liebevoll selbst. Sie war gemütlich und kuschelig und ihre Mundwinkel kräuselten sich so schön, wenn sie lächelte. Ihr Beruf war Ihr Leben. Sie war Ärztin, wahrlich aus Leidenschaft. Wenig verwunderlich, dass Sie einen Rettungssanitäter geheiratet hat. Das Durcheinander war Ihre Ordnung, erst im Chaos wurde sie kreativ. Sie sammelte aus vollem Herzen: Heilsteine, Briefpapier, Bücher, Lösungen, Begegnungen, neue Erkenntnisse… Sie berührte die Menschen mit ihrem ganzen Wesen. Sie hatte oft wenig Zeit für Ihre Familie, doch sie nahm sich Zeit für Ihren Mann, um ihn auf seinem letzten Weg täglich im Heim zu begleiten und zu ermutigen, doch noch nicht aufzugeben. Als er vorausgegangen war, war ihre Zeit gekommen. Zeit zu reisen, Zeit, Unruhe in den doch so verdienten Ruhestand zu bringen. Zeit für Rituale und Zeit für mich, als eines ihrer Patenkinder. Erst als sie mehr Zeit hatte, fanden auch wir wieder näher zueinander. Wir wurden E-Mail-Brieffreunde. Mein Herz freute sich über jede Nachricht und ich weiß, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Viel zu früh wurde sie selbst krank, ein Pflegefall, was sie nie sein wollte. Sie war noch kleiner geworden in diesem riesigen Krankenhausbett. Sie war stiller geworden. Sie ist aber aufrichtige und verständnisvolle Zuhörerin geblieben. Sie wollte in den schwächsten Zeiten stark bleiben und musste sich doch 24 Stunden lang helfen lassen. Sie hat Besuche geliebt. Die Abwechslung. Das Wissen, dass da jemand ist, der da ist. Genau wie sie immer da war. Sie liebte es, wenn man ihr aus Witze-Büchern vorgelesen hat – je schlechter der Witz, desto besser. Sie genoss die kurzen Ausflüge im Rollstuhl Richtung Frühlingssonne. Sie dachte gerne an die Zeit, als sie noch selbst Gänseblümchen für ihr Butterbrot pflücken konnte. Bei jedem Gänseblümchen denk ich jetzt an sie.

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Sie benutzte Worte wie „Sei lieb gegrüßt“ und wenn ich im Nachhinein ihre E-Mails lese, fällt mir auf, wie sehr sie an das Gute im Menschen geglaubt und darauf vertraut hat. Sie ist immer davon ausgegangen, dass niemand etwas Böses will und dass die Schwächen der Menschen manchmal die besten Seiten hervor bringen. Sie hat es geliebt, zu philosophieren. Sie war immer dabei mehr Fragen zu stellen, als Antworten zu bekommen.  Sie hat sich nie vor viel Arbeit oder zu großen Herausforderungen gescheut. Als Tochter einer Bauernfamilie zog es sie in die Stadt zum Studium. Sie hatte den Traum Ärztin zu werden und tat alles dafür, damit sich dieser erfüllt. Sie liebte es, auch mal Unsinn zu machen und am allermeisten laut zu lachen. Sie konnte in den Augen der Menschen, deren Seele sehen und wusste, was gut tun würde. Und sie wusste auch, dass ihre Ratschläge nicht immer angenommen oder umgesetzt wurden. Sie war begeistert von Düften, von Ölen, die helfen, zur Ruhe zu kommen oder zu heilen. Auch die Farben hatten es ihr angetan, weil sie auch darin soviel Kraft entdecken konnte. Die Tier- und die Pflanzenwelt gaben ihr Halt und zeigten ihr, wie gut Achtsamkeit tut. 

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Ich habe von meiner Tante erzählt. Wenn ich genauer hinschaue, handelt diese Erzählung auch von Distanz und Zusammenhalt von einer Verbindung, die auch der Tod nicht trennen kann. Es geht darum, dass man sich Familie aus engstriniger, menschlicher Sicht zwar nicht aussuchen kann (oder will) und doch wissen unsere Seelen genau, wer in diesen auserwählten Kreis gehört. Mein „Gotale“ (so sagen wir in Kärnten zur Taufpatin) hat mir den Sinn für Übersinnliches mitgegeben. Sie hat mir immer jemanden/etwas geschickt, das auf mich Acht gibt. Unsere Beziehung hat das Vertrauen in mir gestärkt, darauf zu vertrauen, dass es mehr gibt, als all das was wir sehen. Obwohl ich meine Tante so oft nicht gesehen habe, weil jeder mit seinem Leben irgendwie ausgefüllt war, ist die Verbindung immer stärker geworden. Unsere Geschichte erzählt, dass Bänder geknüpft und gehalten werden. Dass man ab und zu den Verbindungsfaden verstärken muss, dass er aber nie abreisst. Auch nicht dann, wenn einer der beiden nicht mehr „greifbar“ ist. Heute handelt die Erzählung von einer Feier – zum 70. Geburtstag meiner Goti. Ich stoße heute auf uns an, auf unserer individuellen Geschichten und auf die Geschichten, die uns heute einmal mehr verbinden. Liebe und Licht von Herzen – würdest du sagen – Herzensgrüße in den Himmel, sage ich, Deine Melanie.

Ps: von Herzen danke an Barbara Pachl-Eberhart für diesen Wunder vollen Schreibimpuls – genau zur richtigen Zeit. Ein Herzlicht auch für Dich und die Deinen.

Muttertag, das zweite Mal

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Muttertag, das zweite Mal

Wie aufregend es ist, das erste Mal. Der erste Schultag, die erste Autofahrt mit eigenem Führerschein, der erste Kuss – das erste Kind, dessen zig erste Male – ein Wow-Moment folgt auf den anderen. Oft verliert man den Blick dafür, weil einfach soooo viel zum ersten Mal passiert. Was, wenn der Zauber beim zweiten Mal gar nicht verloren geht?

So geschehen gestern, Muttertag. Im Grunde lief der Start ins Wochenende eher ungeplant, inkl. Röntgen und Krücken und einem verletzten Waden-Muskel meinerseits. Wie war das mit Ent-lasten? 😉 Alle, mir zur Verfügung stehenden Mittel habe ich eingesetzt, damit es rasch zu wahren Fortschritten kommt. Tools von Access, Engelhilfe mithilfe der Karten von Ingrid Auer, Aura Soma Pomander in vielen Farben, Globuli und Ruhe. Siehe da – die Summe hat zum Ergebnis, dass ich heute schon wieder ohne Krücken humpeln kann. 😀 Yey! Und die Prophezeiung der UKH-Ärztin: “Das kann 4-6 Wochen dauern und weh tun.” widerlege ich – spätestens am Wochenende kann ich wieder tanzen wie ein kleines Regenbogenpony! 🙂 Dazu beigetragen hat auch der Muttertag – um den Kreis wieder zu schließen.

Morgens um 6 ist Tagwache mit dem süßen Knopf, auf Krücken vom Bett zur Couch – der Göttergatte beschloss frisches Gebäck zu holen und ich war, naja, eher schwach motiviert. Dann kam mein Lieblingsmann heim, holte flüsternd den kleinen Sohnemann zu sich und gemeinsam – begleitet von Theos lautem Schmatzen – überreichten sie mir das soooo sehnlich gewünschte Briocheherz 🙂 #schmacht, da kommen gleich wieder ein paar Tränchen hoch. Der zweite Muttertag – mindestens so bezaubernd wie es der erste war, aber mit einer ganz neuen Magie.

Was lerne ich daraus – nichts mehr abzuwerten, nur weil das erste Mal schon vorbei ist. Welch großartiges Geschenk sind denn erst die Wiederholungen von Wunder-vollen Momenten?!

In diesem Sinne – bleib Wunder-voll!

Hurra, da bin ich wieder!

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Noch vor 2 Monaten dachte ich, es wird nie wieder so sein wie früher. Ich werde mich ewig und drei Tage ärgern und schnell aufbrausend werden und Martin für alles die Schuld geben (sorry, mein Schatz :)) Noch bis vor 2 Monaten hatte mich diese bescheuerte PMS, das ich anscheinend als “Erinnerung” an die hormonellen Veränderungen der Schwangerschaft und so, behalten habe, voll im Griff. Heute ist alles anders! Heute hab ich mich und mein wundervolles Leben wieder im Griff!!!

Hey, Party-People! Das Leben ist leider geil und ich hab sooooo lang nichts davon mitbekommen, weil mein Körper in Schieflage geraten war… Dabei war es – im Nachhinein gesehen – wirklich einfach, wieder gerade zu stehen. Dank der Homöopathie und der grandiosen Selbstheilungskräfte, die jeder und jede von uns in sich trägt!

Eine großartige Homöopathin, fünf Globuli und mein Wunder-voller Körper/Geist/Seelentempel haben es innerhalb von nur 4 Wochen geschafft, wieder zu sich zu finden. In die Kraft zu kommen, die es mir erlaubt wieder zu leben, zu lachen, zu lieben, mich zu freuen, mich der Sonne zuzuwenden! Herrlich – 15 Monate nach Theos Geburt fühle ich mich wie neu geboren! 🙂

Liebe Mit-Mamas – falls es euch auch so geht, wie es mir ging (niedergeschlagen, depressiv, verstimmt, gereizt, genervt, traurig, elend, missmutig, müde, unmotiviert… und das alles zugleich oder immer schön unberechenbar abwechselnd) es ist nicht “normal” – nehmt den Zustand an und dann in Angriff, es zu ändern! Sucht euch Hilfe, die sich für euch stimmig anfühlt! Es gibt so viele Wege, wie Homöopathie, Ostheopatie, systemische Aufstellungen (…) Hört auf euren Bauch!

Ich wünsche uns allen eine Wunder-volle Zeit!

Und dann geht er . . .

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. . . einfach so – stellt sich auf seine kleinen Wunderbeinchen, grinst mich mit dem breitesten Lächeln aus seinem Repertoire an und marschiert los. Frei. Frei von Sorgen. Frei in Gedanken. Frei im Herzen. Frei – ohne sich festzuhalten. Das einzige, an dem sich das Knöpfchen festhält, ist das Wissen, dass es geht. Dass ER geht! Und gleichzeitig wächst das Mamaherz vor Stolz und die Freudentränen finden ihren Weg über die Wangen – weil diese ersten Schritte zu mir geführt haben. Theo ist heute 14 Monate und 3 Tage alt 🙂 Perfekt in seinem Zeitplan 😉

In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich der Nachwuchs immer mal wieder nicht festgehalten und ist auch mal 1-2 Schritte geschwankt – aber meistens schon mit dem Hintergedanken, da ist ja jemand, der mich auffängt. Heute war es anders. Ganz bewusst hat sich das kleine Menschenwesen dazu entschieden: “Ich gehe jetzt.” Und hat es dann einfach getan. Wie leicht kann es sein, ans Ziel zu kommen? Wie schön ist es, wenn das Zeil einfach nur 4 Schritte sind, um sich dann laut lachend vor Stolz und Freude auf den Bauch zu werfen? 🙂

Es sind Momente, wie diese – und sie passieren täglich, mal kleiner und mal größer – die das Leben mit Kind einfach Sinn-voller, Liebe-voller und schlussendlich Wunder-voller machen!

Neben Glückselig- und Dankbarkeit findet ihr ab heute im Duden ein Bild von mir 😉

Ich wünsch uns einen Wunder-vollen Tag! Voll mit kleinen Schritten, die uns immer wieder daran erinnern, wie wir angefangen haben und dass wir ALLES erreichen können!

P…psssst M…ama S…chleuderts

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Wenn man zum ersten Mal Mama wird, ist das wie bei sooooo vielen Millionen anderen ersten Malen – man hat keine Ahnung, bevor man es nicht ausprobiert hat und man weiß so viel nicht, bevor man es nicht gespürt hat und man wurden vor so vielem gewarnt, aber vorbereiten geht einfach nicht.

Tja.. ich lass mich gern erwischen, von den unvorbereiteten Überraschungen. Mit denen man (ich) nicht rechnet, weil einfach niemand darüber gesprochen hat. Ich breche das Schweigen – weil ich es sooooo wichtig finde. Und weil ich festgestellt hab, dass es ganz vielen Mamas auch so geht – wir haben es verdient, dass es uns gut geht – wir sind SUPERMAMAS, verdammt noch mal! 🙂

Und das “verdammt” bringt mich gleich zum Thema – PMS. Ich kannte das Ungeheuer Prämenstruelles Syndrom vorher nicht. Ich Glückliche – zumindest kann ich das im Nachhinein behaupten – hatte einfach einmal im Monat meine Mens und fertig. Ohne großes Trara, bissl ziehen, bissl bluten und fertig. Und dann kam das neue Jetzt. Überfallsartig erst nicht zuzuordnen und dann immer klarer. 1 Tag vorher schon gereizt, schokosüchtig und so nah am Wasser gebaut, wie sonst nie. Dann Tag 1 – unausstehlich (vor allem find ich mich selbst so), unberechenbar (armer Martin) und fürchterlich grantig auf alles und jeden. Woher kommt das? Hormonchaos hoch 10. Und so schnell von 0 auf 100 ist nicht mal die schnellste Rennmaschine. Aber die Mama-Maschine – festhalten, da geht die Post ab.

4 Zyklen lang gewundert und gehofft, dann festgestellt – oh, da sind Wiederholungstäter am Werk! Denen schieben wir einen Riegel vor! Das kann doch nicht sein, dass eine Woche im Monat so ausartet, dass ich manchmal sogar daran denk, mich (oder alle anderen um mich) zur Adoption frei zu geben.

Erster Schritt: Erkenntnis.

Nächster Schritt: Verständnis.

Der Körper einer Frau – mit all seinen wundervollen Funktionen – leistet GROSSARTIGES vor, während und nach einer Schwangerschaft. Da kommt nicht einfach so, aus heiterem Himmel, ein kleines Menschlein herbei – da steckt megamäßig Wunder dahinter. Da darf auch etwas aus den Fugen geraten und es darf auch mal dort und da ein Schräubchen locker sein 🙂 Aber nicht für lange. Ich mag wieder meine Lebensqualität – und zwar 28 bis 31 Tage im Monat!

Dritter Schritt: Ab zur Homöopathin meines Vertrauens.

Und jetzt? Abwarten. Der Termin war vorgestern, Erstverschlechterung (ja oft typisch für Homöopathie ist eingetreten – aber das werten wir als wirkungsvolles Zeichen, dass es bergauf geht!)

Ich halte auch auf dem Laufenden und an alle tapferen Mamas da draußen, die das lesen – oder vielleicht auch empfohlen bekommen:

Denkt an euch! An eure Lebensqualität – denn an die ist die Lebensqualität eurer Familie direkt angeschlossen! Wir haben es verdient, dass es uns gut geht!!! Reden wir drüber und lassen wir uns helfen! Als Danke dafür, was der Körper in den vergangene Monaten (oder vl sogar Jahren) geleistet hat – er hat es verdient, dass er nicht immer alles allein schaffen muss – lassen wir uns pflanzlich bzw. homöopathisch helfen in die Selbstheilung zu kommen!

Habt eine WUNDER-volle Zeit!

Happy Birthday, kleiner Knopf!

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20161218_133734Und schon ist es geschafft, mein 1. Mama-Jahr. Unfassbar. Unfassbar schön. Unfassbar anstrengend. Unfassbar neu. Unfassbar magsich. Unfassbar emotional. Unfassbar genial. Unfassbar…

Alles Gute zum Geburtstag, mein kleiner Sonnenschein! Genau jetzt – vor einem Jahr um 12.47 Uhr – hast du zum ersten Mal “mäh mäh” in diese Welt getönt. Genau zwei “mäh” hat es gedauert, bis ich dich auf meiner Brust spüren, sechen, anfassen (unfassbar fantastisch), riechen, umarmen, küssen und willkommen heißen durfte.

Jetzt bist du 1 – du großer Bub! “Nur” 1 – das ist schon wenig, sagen viele (vor allem Kinder :)) Und dennoch bist du so viel mehr!

Du bist unser Ruhepol – wenn es rundherum tobt (wie gestern bei der ersten Familien-Geburtstagsfeier), bist du die Ruhe selbst. Und aus dieser lässt du dich auch kaum bringen. Einer schreit “Dies”, ein anderer “Das” und was macht das Knöpfchen – schnappt sich unbeeindurckt sein “tato” (Auto) und fährt seinen Weg. Wenn es dann doch mal still ist, keiner spricht, oder lacht – dann bist du es, kleines Wunder, der uns wieder an den wundervollen Klang des Lachens erinnert – mit einem herrlichen “Haaaa hahaha” 😀 Danke dafür!

Du bist auch die Aufmerksamkeit in Person – nichts entgeht deinen kleinen Adleraugen und auch Superohren. Schon gar kein Auto. Diese Faszination hat dir wohl irgendwer in die Wiege gelegt… 😀 Ich liebe deine Begeisterung für alles was Räder hat und vor allem, dass du sie so lebst – behalt dir das!

Du bist so neugierig und kreativ. Schon jetzt, erlebst du jeden Tag deine Abenteuer – genau dort, wo du gerade bist, erschaffst du dir deine kleine Wohlfühlwelt. Du liebst Geräusche, die du mit deinen Taten verursachst – hast diese Woche meine Klangschalen für dich entdeckt und lauscht so wundervoll in dein Herz hinein, dass es mir gut tut.

Du weißt genau, was du willst. Du bringst uns schon Bücher zum Vorlesen und machst es dir dann auf meinem Schoß bequem, grinst von einem Ohr zum anderen und blätterst um, bis – je nach Buch – deine Lieblingsseite (meistens eine mit Auto :D) aufgeschlagen ist.

Du bist soooooo freundlich. Du begengest jedem Menschen mit einer Offenheit für die ich dich manchmal wirklich beneide. Du strahlst die meisten Menschen aus der tiefe deines Herzens an und lässt sie diese Freude spüren. Danke auch dafür!

Du bist noch so viel mehr! Und jede Facette macht dich jeden Tag mehr zu dem Wunder, das du im Grunde schon warst, bevor du auf diese Welt gekommen bist! Danke, dass du dir genau uns als deine Eltern ausgesucht hast! Ich verspreche dir, dass wir unser bestes Geben, um dir den Raum, Schutz und vor allem die Liebe zu geben, die du brauchst, um Wurzeln zu schlagen und die Flügel auszubreiten!

Wir lieben dich, Theo! Alles Gute zum 1. Geburtstag!

Mein 11. Mama-Monat

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Wieder zu spät. Es sind tatsächlich nicht mal mehr 4 Wochen bis zu Theos 1. Geburtstag. Unglaublich. Ein Jahr, dass sich zwischendurch ewig angefühlt hat und doch war es fast wie im Flug vorbei.

Der 11. Monat war eine der größten Herausforderungen für mich als Mama. Seit 11 Monaten habe ich nie mehr als 2 Stunden am Stück geschlafen. Jetzt ist das nicht mehr lustig für mich. War es sowieso von Anfang an nicht, aber irgendwie habe ich funktioniert. Jetzt mag ich nicht mehr funktionieren. Mir reichts. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich das dem kleinen Knöpfchen einfach an sein süßes Köpfchen brüllen möchte. Weil ich einfach nicht mehr kann.

Freitag durfte ich eine Nacht im Gästezimmer schlafen. Gewohnheit sei Dank, war ich dennoch alle 1,5/2 Stunden wach. Theo auch. Und Superdad auch. Von Win-Win-Situation kann man hier wohl nicht sprechen… Aber zumindest wissen wir jetzt, dass er es die Nacht über theoretisch ohne Busen schaffen würde, dieser kleine MuMi-Vampir.

Ich halte Stillen nach wie vor für die beste Entscheidung, die ich als Mama hab treffen können. Und ich würde sie immer und immer wieder treffen. Konsequent, mit Willenskraft und so manchen Tränen, dennoch ja, ich würde sie wieder so treffen. Stillen, stillen, stillen – auch wenn es für manche extrem wirkt – ich bin extrem gern das Wunder Mensch, das es möglich macht, dass ein anderes Wunder Mensch dadurch satt und glücklich ist! Aber nach 11 Monaten nicht mehr um jeden Preis, nicht mehr, wenn ich mich dabei aufopfern muss. Knöpfchen isst mittlerweile, er trinkt auch mal Hafermilch und ich bin für ihn nicht mehr ausschließlich Milchbar – an dem Busen hängt ein Mensch und darunter schlägt ein Herz – auch das braucht wieder mehr Aufmerksamkeit. Die Melanie – die sich hinter der Mama-Rolle versteckt hat, darf wieder zum Vorschein kommen.

Also Blick Richtung “Yey, das Leben macht wieder Spaß” – Happy Mum = Happy Baby! Hurra, wir stillen – langsam – ab! Und wenden den Kurs der Sonne entgegen – Fokus auf die schönen Seiten!!!

Theolein hat jetzt schon 8 Zähne. Vier unten und vier neue oben. Er kann damit prima knirschen – kein Ohrenschmaus… Er liebt es seit ein paar Tagen selbst von der Banane abzubeißen und immer, wenn er Nachschub will, sagt er Mmmmmm 🙂

Apropos sagen! Theos erstes Wörterbuch:

Haaataaa – war das erste Wort – steht für Hatschi, wenn jemand niest
Mama – perfektioniert er täglich… in immer neuen Sprachmelodien ;)Tata – steht für Traktor, Lampe und das da – je nachdem, was gerade da ist
Tato – steht für Auto – den Unterschied hat er wirklich schnell überzuckert, der Süße

Es macht Spaß zuzusehen, wenn er neues entdeckt. Wenn er im Entdeckungsraum einmal pro Woche einfach Baby sein darf und ich einfach zusehen darf, wie schlau er ist. *stolzemama*

Es macht sogar Spaß festzustellen, dass er schon sehr genau weiß, was er nicht möchte. Dann biegt er sich nach hinten durch, gibt Kraftlaute von sich und meistens fängt er dann auch an zu brüllen. Richtig zornig kann er sein und wirft dann, was ihm zwischen die kleinen Fingerlein kommt, einfach weg. Leicht bedrohlich, sehr entzückend. Ein starker Charakter – ich will, dass das so bleibt. Außer, das mit dem Werfen. 😉

Theo liebt es, andere zum Lachen zu bringen und dann selbst mitzulachen. Manchmal kommt es mir vor, als würde er Lach-Yoga machen. Erst gekünstelt lachen, bis es echt wird. Er hat es drauf, so alle um den kleinen Finger zu wickeln. Außerdem liebt er es, Verstecken zu spielen – mir davon oder mir dann entgegen zu krabbeln. Wenn er einen Hund sieht, macht er “wu wu wu” 😀 Und “miiiii” bei einer Katze. Er liebt Tiere und Blätter die langsam vom Baum segeln. Er kann ganz konzentriert Maispoppalan (Verpackungsmaterial :)) von einer Schachtel in eine andere sortieren, oder mit dem Auto auf der Couch herumcruisen, bis es “zufällig” abstürzt. Er legt sich auch auf den Boden, um unter die Coch oder ein Kastl zu sehen. Beeindruckend, was das Kerlchen alles drauf hat. Eine Herausforderung, aber auch Inspiration.

Er lacht richtig laut los, wenn man ihn am Hals oder an den Oberschenkeln und am Bauch kitzelt. Er amüsiert sich, wenn man Grimassen schneidet und so tut, als würde man sich ekeln oder erschrecken.

Ich liebe diesen kleinen Wutziwutz über alles, ohne ihn wäre das Leben nicht mehr, was es sein kann. Mit ihm sind wir komplett. (Manchmal, wie jetzt, zwar auch komplett fertig – aber auch immer kompeltt glücklich ;))

Ich wünsche mir einen entspannten und Schlaf-reichen Monat bis zum 1. Geburtstag unseres kleinen Superwunders!

Und uns allen einen Wunder-volle Zeit!

Mein 10. Mama-Monat (mit Verspätung)

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10 Monate sind vergangen. Und wie im Flug wird Knöpfchen schon bald 1 Jahr alt sein. Wow! Mama-Flash-Moment.

In diesem 10. Monat hat sich wieder so viel getan. Knopfi hat mittlerweile 6 Zähnchen (2 davon oben) und die nächsten 2 schimmern auch schon wieder durch. Er hat die Freude am Essen entdeckt! Am Eltern-Essen – Babyessen ist nichts für ihn 😀 Er krabbelt wie ein Weltmeister, dreht sich, steht auf, setzt sich hin, kann seit vergangener Woche auf Dinge zeigen (zb Licht) und winken! 🙂 Er winkt seinem Spiegelbild übrigens am liebsten zu 😀 Zuckersüß!

Nachts turnt er nun gern auf Mama herum… was nicht unbedingt schlaffördernd ist… Nun ja… die Zeit, in der die kleinen Schneckerl uns so brauchen ist sooooo kurz – wir schaffen das!!!

Wir sind in der Zwischenzeit umgezogen – haben unser Familienzelt jetzt in einer Wohnung aufgeschlagen. Es war eine anstengende und zehrende Siedelwoche. Danke, meine Schatz, dass du die Scheidung nicht eingereicht hast und dass wir auch das gemeinsam gemeistert haben! Denn der Lohn folgte umgehen: Genau jetzt sitze ich in der herrlichsten Oktobersonne auf dem 25 m2 Balkon, mit Laptop am Schoß. Großartig! Neuer Lebensabschnitt – ich freue mich auf alles, was kommt und alles was gut für uns ist, darf gerne kommen!

Knopfi hat fast 10 kg – und das fast ausschließlich mittels MuMi angefuttert 😉 schon ziemlich cool! 😀 Wir stillen übrigens noch immer 😀

Es gibt sie noch immer, die Momente, in denen ich mich frage: Ist noch irgendwas von meinem Leben übrig? Bin ich noch Melanie oder nur noch Theos Mama? Bin ich noch Frau? Bin ich noch Tochter? Bin ich noch Musikerin? Texterin? Ja. Das alles bin ich – es dauert nur noch ein wenig, bis sich alles neu geordnet hat. Die Prioritäten haben sich leicht verschoben und mittlerweile ist der Schock der Veränderung der Freude über die Veränderung gewichen! Auf ins Glück – ich schaufel mir den Weg selbst frei! 🙂 Und Knöpfchen hat neben mir die größte Freude daran, Steinchen aus der Erde auszusortieren und vielleicht ein bisschen davon zu kosten 😀 Das Leben ist ein Abenteuer und es ist das schönste, wenn man es in einer “Mannschaft” erleben darf!

Deshalb freue ich mich auf jeden einzelnen Entdeckungsmoment mit dem kleinen Dino (weil er ständig vor sich hin trötet ;))

Genießt den Oktober-Sommer und die Weihnachtsvorfreude 😀

Alles Liebe!

Mein 9. Mama-Monat

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Manchmal wünsche ich mir, die ersten Wochen nach Knopfis Geburt noch einmal zu erleben – und zwar mit dem Gefühl und der Freude, die ich jetzt spüre. Im Rückspiegel betrachtet, liegt über den ersten Wochen ein dunkler Schatten und das ist so schade, weil das kleine Knöpfchen seit 9 Monaten so viel Sonnenschein in unser Leben zaubert.

Er krabbelt jetzt nicht nur wie ein Weltmeister, er zieht sich auch überall weltmeisterlich hoch und – das Beste – er hat innerhalb von 4 Tagen gelernt, wie er aus dem Stand wieder in die Knie kommt. Außerdem sitzt er seit ein paar Tagen freihändig – mein Mama-Herz wird immer größer und stolzer.

Es ist so wundervoll, beobachten und lernen zu dürfen – von diesem kleinen Wunderwesen. Man spürt einfach, dass er den Satz “das geht aber nicht” einfach nicht kennt. Und ich bemühe mich täglich, diesen Satz nicht auszusprechen – auch wenn ich mich öfters dabei ertappe, ihn zu denken (“oh oh, jetzt bis du unter dem Tisch, da kommst du jetzt allein nicht wieder raus…” – IRRTUM, er schafft es, fast immer). Also, was habe ich mir vorgenommen: “Das geht aber nicht” wird gestrichen. Alles was ich mir vorstellen kann, geht – sonst wäre die Vorstellungskraft sinnlos und das wollen wir mal gar nicht 🙂

Die Begeisterung mit der Knopfi die Welt entdeckt ist so ansteckend. Ich will, wie er, am liebsten jeden Tag Neues lernen/verstehen/wissen/kennenlernen/lieben lernen. Und alles mit meinem breitesten Lächeln willkommen heißen. Denn genau so funktionert LEBEN. Es wurde uns mit der Zeit abtrainiert – entweder schon in der frühkindlichen Erziehung oder spätestens in der Schule. Begeisterungsfähigkeit sollte ein eigenes Fach auf dem Stundenplan sein. Der Mensch ist nicht dazu geboren, um zu funktionieren – sondern um zu leben, zu genießen, sich zu freuen, anderen eine Freude zu bereiten und zu bereichern, glücklich zu sein.

Knöpfchen ist dabei genau das zu perfektionieren und ich werde mich hüten, ihm dabei im Weg zu stehen. Im Gegenteil – ich freue mich irrsinnig darauf, Hand in Hand mit ihm im Regen zu tanzen, Sonnenstrahlen einzufangen und Schmetterlinge oder Käfer zu beobachten! Ich wünsche mir, dass er in uns Eltern Vorbilder sieht, an deren Seite er gerne jeden Tag aufs Neue begrüßt. Ein Leben vorleben, dass nach allen Regeln der Kunst gut tut. Ich wünsche mir, dass wir Eltern sind, die ihn reich beschenken – mit Geschenken, von denen man nie genug haben kann: Liebe, Zeit, Respekt, Ehrlichkeit, Gelassenheit, Spaß, Authentizität, Ausgeglichenheit, Freundlichkeit, Güte, Achtsamkeit und Freundschaft.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Wunder-volle Zeit – im Mama-Monat 10! (zweistellig… ich fasse es nicht :))

Mein 8. Mama-Monat

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Wohoooooooo – wo geht die Zeit hin?! 8 Monate!

Und Knöpfchen hat es eilig: krabbelt wie ein kleiner Wilder, zieht sich (fast überall) hoch, steht da und taugt sich voll – bis er dann loslässt und umfällt *aaahhh* Langsam angehen, erstmal schauen und sitzen – nicht so sein Ding. Er sitzt, wenn überhaupt, dann kurz auf seinen Fersen und dann geht’s auch schon wieder weiter… Und Mama brav hinterher 😀

Der 4. Zahn bricht gerade durch – bisher alle unten. Wir stillen nach wie vor sehr viel. Die vergangenen zwei Wochen hatten wir auch nachts wieder Stundentakt… buuuu… das war… zach – hoff, das ist bald wieder vorbei. Vielleicht war auch der Mond schuld und die Sterne und die Sonne und die Gewitter und die Mutter 😀 *lol*

Es geht uns hervorragend! Und ich hab auch gar keine Zeit, mehr zu schreiben… 🙂

Wunder-volles Leben – wie kann es jetzt noch besser werden? 🙂