Meine #Inspiration

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Stichwort: Spiegel. Viele nennen ihn auf fast schon liebevoll “Feind”. Mir ging es auch lange so. Ein Blick in den Spiegel und ich hätte am liebesten einen stumpfen Gegenstand in die Hand genommen, um dem bösen Teil böse Verletzungen zuzufügen. Beim Blick in den Spiegel fallen vielen Menschen Dinge auf, die ihnen nicht gefallen: zu kurze Beine, zu große Nase, dort zu dick, dort zu dünn und überhaupt “bäh”. Umdrehen, weitergehen – so tun, als hätte man nie in den Spiegel gesehen.

Irgendwann “akzeptiert” man sein Spiegelbild. Ohne blöde Fragen, ohne Rufzeichen – nur mit kleinen Vorwürfen.

Für mich war es ein langer Weg, bis ich in den Spiegel schauen konnte, ohne dass mir die Tränen über die Wangen gelaufen sind. Und irgendwann hat es “Klick” gemacht. Obwohl “Klick” nicht das richtige Wort ist – es hat ordentlich gekracht. Als wäre das Baustellengerüst, das ich um mich aufgebaut hatte, zusammengebrochen. Ich hab mich gesehen – mit allen den Ecken, Kanten, Rundungen und mit all dem Wunder, das sich hinter diesem Gerüst versteckt hat.

Klar gibt es Momente, in denen wieder Arbeiter auftauchen, die versuchen, das Gerüst wieder aufzustellen. Die schicke ich dann aber meistens mit einem Lächeln und einem Bier wieder fort 🙂 Jetzt blicke ich in den Spiegel und bin froh, dass ich mich sehen kann. Von Kopf bis Fuß – ein pipparadies.

Dann habe ich den Trailer zu Taryn Brumfitts Dokumentation “Embrace” gesehen: http://bodyimagemovement.com.au/embrace-the-documentary/ Sie hat “gewöhnliche” Frauen auf der Straße gefragt, wie sie ihren Körper mit einem Wort beschreiben würden. Die Antworten waren nicht besonders schmeichelnd. Das und die Tatsache, das Tayrn Vorbild für ihre Kinder sein möchte, um ihnen beizubringen, sich in und mit ihren Körpern wohlzufühlen und diese zu lieben, waren Anstoß für die Doku “Embrace” – everyBODY is beautifl – die Tayrin drehen möchte. Dafür sammelt sie Spenden. #ihaveembraced Ein Steinchen, das im australischen Meer ins Wasser geworfen wird und Wellen schlägt. Meine Inspiration, dem Blog ein neues Gesicht zu geben, um noch mehr wundervolle Facetten im Spiegel zu entdecken.

Jeder sollte ein solches Steinchen sein – größer oder kleiner, vollkommen egal, denn Kreise zieht jedes noch so winzige Kieselsteinchen. Meines ist fürs Erste das pipparadies.

Bis bald, im Spiegel II

*m

 

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