Ein Schritt näher zu mir

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Wenn ich mich einmal ärgere – dann ordentlich. Dann beschäftigt das oft auch mehr als ein paar Minuten und ich frage mich, wie es dazu kommt, dass mich etwas so “blockiert”. Als hätte ich Scheuklappen auf, sehe ich nur noch in eine Richtung und in dieser sehe ihr Rot. Nicht gerade zielführend, es sei denn, man befindet sich auf einer langen geraden Einbahn. Es sind aber die Kurven, die das Leben lebenswert machen.

Gestern (und heute fortgesetzt) war es mal wieder soweit. Und ich habe darüber nachgedacht, warum es so ist. Im pipparadies will ich nicht so viel Zeit mit Ärger verschwenden und dem Ärger auch nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

ABER 🙂

Ich bin dafür, dass man den Ärger nicht einfach verdrängt, oder hinunter schluckt oder ihm freien Lauf lässt und andere wüst beschimpft. Ich habe mich dafür entschieden, mich mit dem Ärger auseinanderzusetzen, bis wir auf einen grünen Zweig kommen. Und ich gestehe mir ein – es liegt an mir. Wie schon oft. Ich habe mich geärgert, weil Neid und Eifersucht dafür gesorgt haben, dass ich angegriffen wurde und weil ich mich darauf eingelassen haben, bin ich angreifbar geworden. Angreifbar deshalb, weil mich gewisse Aussagen dort getroffen haben, wo es weh tut. An verwundeten Stellen, die noch nicht ganz verheilt sind. Dabei geht es in meinem Fall darum, dass ich es im Grunde Jahrzehnte lang immer allen und überall recht machen wollte. Es war ein Drang – Harmoniesucht, Naivität und das gepaart mit einer großen Portion Selbstzweifel.

Ich habe mich für eine Sache eingesetzt, freiwillig. Ich wurde dafür gelobt. Klingt nicht so schlecht, oder?

Anstatt das anzunehmen, lenkte sich mein Fokus auf 2 Prozent, die mir neidisch vorgeworfen haben, mich nur in den Mittelpunkt drängen zu wollen.

Warum lass ich mich davon provozieren? Ich war – nein, ich BIN – davon überzeugt, dass es gut war, was ich getan habe. Ich habe es aber anscheinend nicht allen recht gemacht. Und ich hatte Angst. Angst davor, dazu zu stehen, mich für mich und meine Überzeugung einzusetzen und authentisch zu bleiben.

Ich bin wie ich bin. Ja, wenn mir etwas wichtig ist, dann setz ich mich dafür ein. Wenn ich will, dass etwas weiter geht, dann pack ich selbst an. Ich bleibe gleichzeitig Diplomat – ohne Rücksicht auf Verluste 🙂 Was ist schlimm daran? Gar nichts! Ich habe wieder einen Schritt weiter zu mir gefunden. Darum geht’s im pipparadies. Sich auf dem Weg, auf dem man sein Leben erkunden kann, zurecht zu finden. Es gibt Kreuzungen, es gibt Rastplätze, es gibt Begegnungen, es gibt auch mal Stopptafeln oder rote Ampeln – genau so gibt es Brücken, wundervolle Landschaften und Wegweiser. Und auf diesem Weg darf jeder selbst entscheiden, wohin er geht. Jeden Tag. Ich entscheide mich heute dafür, nicht zurück in die Sackgasse der Selbstzweifel und des Ärgers zu gehen. Und es ist in Ordnung, dass nicht alle Menschen in dieselbe Richtung gehen, weil wir unterschiedliche Ziele haben. Und jeder einzelne Schritt, den wir mit dem Herzen gehen, führt uns dorthin wo wir Zuhause sind – überall.

Eine Wunder-volle Zeit für uns alle!

*m

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