Wortakrobatik, Teil 1 – verstehen?!

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Buchstaben, Wörter und das Wunder, dass uns den verschiedensten Kombinationen tatsächlich Sätze, Gespräche und Geschichten für die Ewigkeit werden – das hat mich schon immer begeistert. Es gab Zeiten, da wollte ich das nicht für wahr nehmen. Ich war auf der Suche nach allem und nichts, nur weil ich nich zugegeben wollte, dass genau das Jonglieren mit Buchstaben/Wörtern/Sätzen das ist, das alles für mich ist. Plötzlich fällt vieles leichter und mir fallen wieder Sachen ein, die ich schon als Kind getextet habe – es war alles schon immer da und ich hatte Scheuklappen auf. Jetzt nich mehr. Ich stelle mich der Leidenschaft 🙂 und dazu gehört auch, dass ich manchmal (ok oft) ein ziemlicher i-Tüpferlreiter und Buchstabenklauber bin.

Seit gestern beschäftigt mich vor allem die Vorsilbe “ver-“. Googelt man das, ist die erste Antwort der Suchmaschine folgende: “eine Vorsilbe, die das betreffende Wort als negativ oder schwierig markiert” Das erste Wort, das mir dazu einfällt: ver-lieben. Na bumm, bravo Meli – da drängt sich der Optimist in die erste Reihe 🙂 Warum heißt es ver-lieben. Wenn man das mit verschwinden, verirren, verlegen, verwirren oder verletzen vergleicht, kann man eigentlich nicht viel Gutes daran finden. Vielleicht haben auch deshalb viele Menschen – ich zähle mich noch dazu – Angst, sich zu verlieben, um sich nicht in einem anderen Menschen zu verlaufen und sich selbst dann nicht mehr zu finden. Streicht man die Angst und damit auch das “Ver-“, bleibt lieben – und darauf kommt es im Endeffekt auch an.

Wie ist es beim Verstehen? Dieses Wort ist für mich nicht negativ oder schwierig markiert. Verstehen führt zu einem Gleichgewicht zwischen dem, der versteht und dem der verstanden wird. Streicht man das “Ver-“, bleibt stehen. Stehen bleiben, in einer Welt die im ständigen Wandel ist, halte ich eher für schwierig. Wer versteht, dass die Veränderung (wieder so ein Ver-Wort) das einzig Stabile ist, der bleibt nicht stehen, der geht verständnisvoll seinen Weg.

Verzeihen ist auch so ein schönes Wort – allerdings nur mit dem “Ver-“. Ohne “Ver-“, bleibt zeihen und das steht für beschuldigen. Schuldzuweisungen bringen keinen Fortschritt. Verzeihen baut Brücken – wenn auch nicht zum Gegenüber, auf jeden Fall zwischen Herz und Seele.

Die schönen drei Buchstaben v-e-r können aber auch “verstärken” – denken wir an vereinen oder verheiraten :))), was sich einig ist, wird noch einiger 😉

Während Pippa ihre Seil-, Ball- und Suchspiele liebt, bin ich bei meinen Wortspielen zuhause – so ist es nun mal im #pipparadies – jedem das Seine und gemeinsam unschlagbar 🙂

Ich wünsche uns eine Wunder-volle Zeit *m

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