Schwanger macht (nicht immer) lustig

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Drei Monate ist der letzte Beitrag alt… oje… In diesen drei Monaten ist viel passiert! Die paar Zentimeter Mensch, die vor drei Monaten in meinem Bauch waren, sind mittlerweile fast 2 kg schwer und mehr als 40 cm groß. Unfassbar. Wirklich unfassbar, wenn man sein Glück zwar spüren, aber noch nicht umarmen und abbusseln kann 🙂

Meine Erwartung an Schwangere war vorab immer: Wow, du MUSST verdammt glücklich sein und strahlen und allen zeigen, wie schön dieses Leben ist und wie toll und großartig und sowieso und überhaupt!Liebe vor mir Schwangere: Es tut mir leid! Ehrlich! Ich wurde in den vergangenen Monaten eines Besseren belehrt – aber wer nicht selbst fühlt, was hier gerade abgeht, der hat leider wirklich keine Ahnung. Ich hatte keine Ahnung – nur diesen Wunschgedanken, dann Schwanger mit Glückseligkeit gleichzusetzen ist.

Ok, diese Momente der Glückseligkeit gibt es. Wenn einem nicht übel ist, wenn man ohne Babybeinchen im Rippenbogen sitzen kann, wenn einem nicht schwindlig wird, wenn man nicht gerade wieder am Seitenspiegel eines parkenden Autos mit dem Bauch hängen bleibt (ich gebe zu, das ist trotzdem jedes Mal lustig, weil es mich jedes Mal wieder wundert :))… Nachts weicht die Glückseligkeit, wenn man bei jeder Wendung aufwacht und eine beschwerdefreie Liegeposition sucht… Schwanger macht (leider) nicht immer lustig. Und es ist schwierig, den Erwartungen von Menschen, wie ich es vorher war, zu entsprechen. Schwanger ist nicht krank, aber ich bin auch weit weg von topfit – vor allem, wenn ich mit dem Wäschekorb vor dem Babybauch vom Keller in den ersten Stock schnaufe – die Gurktalbahn (eine Dampflok) ist ein Lärcherl dagegen 🙂

ABER: ich will diesem “nicht immer” nicht so viel Bedeutung geben. Denn auch wenn es manchmal überschattet wird, die Sonnenseiten haben mehr Aufmerksamkeit verdient! Es gibt nämlich glaub ich gefühlstechnisch keinen sonnigeren Moment, als jenen, Babytritte zu spüren. Zwar sind die manchmal unangenehm und fast schmerzhaft, aber sie sagen mir: “Hey, du da,  mit dem lauten Herzschlag und den wahnsinnigen Verdauungsgeräuschen 😉 mir geht’s gut hier drin. Zwar wird der Platz langsam knapp, aber so ein Training mit Bauchdeckenwiderstand macht schon Spaß!” 🙂 Das kleine Herzchen schlägt für das Leben, obwohl es diese Welt noch gar nicht kennt. Und mein Herz geht wieder über vor Freude über das baldige Kennenlernen! Wenn ich mich endlich Aug in Aug als “Mama” vorstellen darf… 🙂

Was auch gut ist: Ich achte mehr auf mich. Kein Alkohol, eh klar. Keine verrauchten Räume, auch klar. Mehr Vitamine und mehr Ruhe. Nicht immer von einem Termin zum nächsten hetzen. So ein Bauchbewohner schult die Achtsamkeit. Schließlich will man nur das Beste für den Nachwuchs.

Verwöhnprogramm: Jeder – dem man es erzählt – freut sich mit und findet es gut, wenn man mal von der Badewannenpause am späten Vormittag oder dem fast täglichen Mittagsschläfchen erzählt 🙂 Außerdem ist Superpapa jeden Tag bereit, sich um die Bauchstreicheleinheiten mit Mama-Glück-Öl zu kümmern. Das Gewebe dankt. 🙂

Schwanger am Berg

Mit jedem Kilo mehr wird das “unrund sein” unmöglicher 😀

Jetzt geht es auch schon in den Endspurt – ca. 8 Wochen. Die letzte Zeit in meinem Leben, die quasi “nur mir” gehört. Zumindest sagen das viele. Genießen was das Zeug hält, nur tun, was gut tut – steht jetzt auf dem Programm. Komisch, so ohne Bürozeiten, aber jetzt habe ich immerhin wieder mehr Zeit für das pipparadies.

Also bis bald und eine Wunder-volle Zeit!

*m

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