Monthly Archives: March 2016

Danke an die Wegweiser

Standard

Die vergangenen Tage waren nicht einfach für mich/uns. Ich war am Boden – alles fühlte sich gaaaanz weit unten an. Heute ist der Kopf auch noch ganz schwer. Ich war ganz weit weg aus meiner Mitte und noch weiter weg von einem Hochgefühl. Ich hab euch um Tipps und Tricks für die “schlaflosen Monate” mit Baby gebeten und viele haben mit mir ihre Erfahrungen geteilt. Ich danke euch von Herzen dafür!

Und eines ist mir heute Nacht klar geworden – auch wenn ich noch so viele Tipps und Erfahrungswerte sammle (die wirklich wichtig sind), ich kann nur auf unserem Weg weiter kommen. Danke an alle Wegweiser, die uns zeigen, welche Strecke wir für uns ausprobieren könnten, auch wenn sie vielleicht schon bald wieder zu einer Gabelung führt und wir uns neu entscheiden müssen. Danke für das Aufzeigen von Wegen, die vielleicht holprig sind, aber am Ende doch zu neuen Möglichkeiten führen. Danke für jeden, der eine Labestation auf unserem Weg für uns ist!

Unser Weg – der von Theo, seinem Papa und mir – wird erst seit gut 3 Monaten gegangen. Da kann es gar nicht nur bergab, mit Rückenwind und gerade aus gehen. Wir sind erst dabei, uns zu finden und dazu das passende Schuhwerk und Kleidung und Verpflegung. Ich kann nicht zwei Schritte vor dem ersten machen, das wurde mir jetzt auch wieder ganz klar. Danke allen, die mir einen Schubs gegeben haben. Ein Schritt nach dem anderen und manchmal über Stock und Stein oder auch vorbei an tiefen Schluchten, hoch hinauf bis zum Gipfel mit perfekter Aussicht und wieder hinunter in ein Tal, in dem vielleicht alles blüht und sich ein Fluss duchschlängelt. Wenn ich die Situation annehme, dann ist es sowohl am Gipfel, als auch im Tal ein guter Weg, den wir zu Dritt gehen.

Darum machen wir heute wieder einen kleinen Schritt –  mit 4 Fußabdrücken, denn Theo wird noch sicher in unseren Armen getragen. Doch schon bald kommen 2 Mini-Füßchen auch am Boden an und können mit uns gehen, mal voraus und mal hinterher – aber immer gemeinsam. Unseren Weg.

Und wir werden diesen Weg nicht alleine gehen. Ich werde Reiseleiter brauchen, oder eine Touristeninfo, eine Landkarte, ein Navigationssystem oder einfach mal einen Rastplatz und ich danke schon jetzt allen, die unsere Wegbegleiter – egal wie weit, egal wohin –  sind und sein werden.

Advertisements

Ausgebrannt – wo ist mein Feuer?

Standard

Ich sitze im Wohnzimmer auf der Couch mit ungewaschenen und unfrisierten Haaren, die Zähne sind geputzt und ich habe halbwegs saubere Klamotten an. Außerdem konnte ich mir etwas zu Mittag kochen. Ein guter Tag. Söhnchen liegt auf mir, deshalb schreibe mit einer Hand.

Es gab also schon schlechtere Tage. Viele. Von denen hab ich aber kaum jemandem etwas erzählt – der Schein soll ja gewahrt werden. Ein Leben mit Baby ist etwas Wundervolles. Mamas strahlen und schaffen alles. Das wird einem zumindest von außen über Jahre und Jahrzehnte, während der Schwangerschaft und auch im Wochenbett oft vermittelt. Vor allem die Sätze: “Mamas schaffen alles!” und “Es wird besser.” haben sich in mein Hirn gebrannt und mich selbst ausgebrannt. Vom Feuer der Hormone nach der Geburt, blieben nur noch eine Glut und duuuunkle Ringe unter den Augen von den schlaflosen Nächten.

“Mamas schaffen alles!”

Kommt darauf an, wie man “alles” definiert. Alles ist für mich momentan ein sattes, zufriedenes Kind, eine angezogene Mama, ein mehr oder weniger Stolperfallen freier Haushalt und 1,5 Stunden Schlaf am Stück. Das schaff ich alles und bin stolz darauf.

“Es wird besser”

Angeblich. Sagen tun es viele. Besser wird es trotzdem – für mich – erst, wenn ich mein früheres Ich ausblende, die Situation annehme  und endlich andere um Hilfe bitte. Jeder, der den Satz sagt, meint es gut – ab und zu würden Taten sich aber besser anfühlen, als Worte, die alles und nichts bedeuten können.

In den vergangenen 3 Monaten überrollten mich viele Gefühle. Pure Freude bis pure Verzweiflung. Ohne meinen Schatz wäre ich wahrscheinlich zusammengebrochen – ausgebrannt, weil ich alles richtig und es allen Recht machen wollte. Nur mich habe ich nicht mehr gesehen. Ausgelöscht. Nur noch Still-, Wickel- und Animations-Mensch. Nicht mal das Mama-Gefühl war immer da. Traurig. Wenig Besuch. Wenig Ausflüge, weil der Kleine im Moment nicht gerne Auto fährt. Gefangen im neuen Leben und jeder erwartet, dass man glücklich damit ist. Bin ich auch. Aber öfter bin ich einfach nur fertig und gehe um 19 Uhr schlafen. Und trotzdem sind die Tage (und Nächte)  laaaang. Theo, mein Bald-Mann und meine Familie halten mich aufrecht. Ich danke euch dafür!

Momentan fühle ich mich wie Glut, die darauf wartet, dass das Feuer wieder entfacht wird. Gestern gab es den ersten Luftstoß, den ich dafür brauche. Ich will wieder Feuer fangen für dieses neue Leben, das ich habe – jetzt geht es darum, meinen Weg zu finden. In Richtung Happy-Mum und weg vom Baby-Blues und der postpartalen Depri-Stimmung. Auf ins wahre Mama-Glück!

Mein 3. Mama-Monat

Standard

Wie war das? Wenn man zu arbeiten beginnt, weiß man erst, wie angenehm die Schulzeit war… Wenn man Mama wird, weiß man, wie angenehm so ein 10-Stunden-Büro-Tag war 😀 Ich habe geahnt, dass es anstrengend wird, sich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 (heuer sogar 366) Tage im Jahr um einen anderen Menschen zu kümmern. Vor allem wenn dieses Menschlein gerade erst dabei ist, anzukommen – in dieser Welt, in der man so viel lernen muss (trinken, verdauen, schlafen, lächeln, greifen…Liste unendlich fortsetzbar). Aber ganz ehrlich – es ist mehr als anstrengend! Der kleine Kerl “saugt” mich im wahrsten Sinne des Wortes aus. Wir stillen mind. 18 Mal am Tag – 8-12 Mal wurde mir vorab als “empfehlenswert” und “normal” erklärt. Naja – der Bedarf unseres kleinen Schluckspechts ist anscheinend größer. Beinahe stündlich als Labestation zu dienen und in keiner Nacht mehr als 1,5 Stunden am Stück schlafen zu dürfen, zehrt wirklich. Es ist mit keiner jugendlich durchzechten Nacht zu vergleichen – vor allem fällt das Ausschlafen danach weg… 😉 O-Ton aller anderen, fortgeschrittenen Mamas: Es wird besser! (Euer Wort in Theos und Gottes Ohr :))

Doch jedes entzückende Lächeln entschädigt auf so vielfache Weise! Jedes Strahlen in den Augen macht die 6 Mal unterbrochene Nacht wieder zur Nebensache und weckt die müden Geister. Jede neue Fertigkeit erfüllt mich mit Stolz, das ich es gar nicht in Worte fassen kann – gestern hat er tatsächlich mutiwillig auf ein Spielzeug geschlagen!!! 😀 Großartig! Jedes, momentan sinnlos erscheinende, Gebrabbel wird zur schönsten Unterhaltung, die man je geführt hat. Und schließlich ertappt man sich dabei, wie man selbst versucht, so tolle Spuckeblasen auf die Lippe zu zaubern – und scheitert, aber amüsiert sich bestens. Mit der Zeit entwicklet man ein großzügiges Wurstigkeitsgefühl hinsichtlich des Haushalts und schraubt jeden Anspruch an saubere Kleidung herunter. Was, das Shirt hat nur einen Spuckefleck? Jawohl, anziehen! 🙂 Es gibt so viel Wichtigeres: den Duft von Theos Haaren, seine bezaubernden Schmatzlaute, sein unbändiger Drang, alles zu entdecken und zu erobern, sein strahlendes und zahnloses Babylächeln (das übrigens bei Mama und Papa echt anders aussieht, als bei anderen Personen – das rührt mich jedes Mal bis tief ins Herz), …

Mein inneres Kind freut sich sehr über den Spielkameraden, der vor 3 Monaten bei uns eingezogen ist und ich bin mir sicher, dass die beiden noch jede Menge Spaß haben werden – und ich mitten drin – herrlich!

Wer noch nicht hat: Gönn deinem inneren Kind täglich Auslauf 😉 und genieß diese Wunder-volle Zeit!

Spontangeburt? Stillen auch noch?!

Standard

Ja – und wenn ich wieder zum ersten Mal schwanger sein würde – ich würde es wieder so machen. Ich gebe zu, dass ich das Schwanger-sein nicht dauernd als superschön empfunden habe. Es war nicht lustig, mit dem Auto am Straßenrand anzuhalten, weil sich mein Magen “umgedreht” hat. Es war auch nicht angenehm, kein einziges Stockwerk ohne Sehnsucht nach einer Sauerstoffmaske zu schaffen. Und es war kein Zuckerschlecken schon Monate vor der Geburt keine Nacht mehr durchzuschlafen, weil man ständig beim “Umwuchten” der Kugel aufwacht. Natürlich bereue ich nichts, schon gar nicht, wenn ich das kleine Wunder hier zufrieden lächelnd beim Schlafen beobachten darf. 🙂

Auch die Entbindung war kein Sonntagspaziergang. 1. war es an einem Samstag 😉 und 2. geht dabei jede Frau tatsächlich und wortwörtlich an ihre Grenzen. Trotzdem würde ich wieder spontant entbinden wollen – vor allem, wenn es keine medizinische Indikation für eine Sectio gibt. Es ist toll, dass es diese Möglichkeit gibt – für Mama und Kind – aber es heißt nicht umsonst “Natürliche Geburt”. Die Natur hat es vorgesehen, dass es klappt. Der Köper von Frau und Kind sind so perfekt aufeinander abgestimmt – darauf darf man vertrauen. Auch wenn es unter den Wehen schwer fällt 🙂

Und auch noch stillen – länger als die empfohlenen 6 Monate? JA mit 3 Ausrufezeichen!!! Denn auch das hat die Natur sowas von perfekt eingerichtet, dass ich wirklich nur im Notfall Fläschen kochen, waschen, auskochen, mitnehmen, kochen, waschen, auskochen… möchte. Ok, es ist nicht von Anfang an dieses “wundervolle, nährende und Nähe bringende” Erlebnis – weil es weh tut, bis sich der Körper darauf eingestellt hat, weil das kleine Wesen fordert was es braucht und frau dafür 24 Stunden am Tag parat stehen, sitzen oder liegen muss und weil noch so viele Ammenmärchen rund ums Stillen kursieren, die einen verunsichern. Ich bin soooooo dankbar, dass es für unsere Generation bestens ausgebildete und superliebe Stillberaterinnen (zb www.stillen.at oder www.lalecheliga.at oder auf Facebook die Stillecke und gsd schon mehrere virtuelle Stillgruppen) gibt.

Liebe Mit-Mamas und Bald-Mamas und schon Mehrfach-Mamas – ihr – nein WIR sind alle großartig, die Natur hat uns mit sooooo viel Wunder ausgestattet! Wir können Leben schaffen – natürlich auch Dank der Männer an unserer Seite – und wir können Leben erhalten, unsere Kinder ernähren mit Muttermilch und Mutterliebe! Das einzige, was wir dafür brauchen, ist im Grunde das Vertrauen in uns und unsere naturgegebenen Fähigkeiten!

Vertraut auf euch – ihr Wunder-vollen Wesen!

Baumbastisches Geschenk

Standard

Die Frauenrunde aus der Firma hat für Theo nicht nur einen Storch aufgestellt – sondern auch gestern ein ganz besonderes Geschenk vorbei gebracht – seinen Lebensbaum, eine Feige. Ganz passend, eine steirische 🙂

12814527_473468826185940_8884976669712704129_n

Menschen die im Baumzeichen des Feigenbaums geboren wurden verbreiten eine Atmosphäre der Harmonie und Eintracht. Sie sind im Einklang mit der Natur und ihren Mitmenschen. Sie finden dort auch die Zufriedenheit ihres Seelenlebens. Für sie ist Erfüllung in der Partnerschaft ein wichtiger Bestandteil des Lebens.
Sie sind der ruhende Pol in der Familie und verbreiten eine beruhigende Gelassenheit. Diese Ruhe strahlt Sicherheit auf alle Menschen in ihrer Umgebung aus. Man fühlt sich in ihrer Nähe geborgen und weis, es ist aus den Schätzen der Natur für alles gesorgt und wird gerecht geteilt. Sie haben das Glück durch beständigen Fleiß für sich dauerhaft gebucht. Reichtum und Erfüllung sind bei ihnen Zuhause und bieten eine gute Basis für ein zufriedenes und erfülltes Leben.

Die Äste des Bäumchens sind Träger wundervoller Wünsche. Das Mama-Herz geht über vor Freude!

  • Wir wünschen dir, dass du im Regen tanzt, anstatt die Zeit zu verschwenden, auf die Sonne zu warten
  • Wir wünschen dir, dass du jedes Ziel mit Leichtigkeit erreichst
  • Wir wünschen dir, dass du immer wieder wundervolle Augenblicke erlebst, die unvergesslich bleiben
  • Wir wünschen dir, dass du zwischen den vielen Wegen dieser Welt deinen Weg findest
  • Wir wünschen dir ein buntes Leben voller Freude und Liebe
  • Wir wünschen dir Zeit zum Träumen und Pläne schmieden
  • Wir wünschen dir Offenheit, damit du die kleinen Freuden im Leben wahrnehmen kannst
  • Wir wünschen dir, dass du Menschen findest, die dir gute Freunde werden
  • Wir wünschen dir, dass Glück und Lachen all deine Tage füllen
  • Wir wünschen dir den Mut deinen eigenen Weg zu gehen und den Mut neu zu beginnen, wenn etwas keinen Sinn mehr macht
  • Wir wünschen dir für dein Leben kraftvolle Wurzeln, die dich fest bei deiner Familie halten

Mehr gibt es gar nicht zu sagen.

DANKE – für diese Wunder-vollen Wünsche und euren Besuch!