Monthly Archives: November 2016

Mein 11. Mama-Monat

Standard

Wieder zu spät. Es sind tatsächlich nicht mal mehr 4 Wochen bis zu Theos 1. Geburtstag. Unglaublich. Ein Jahr, dass sich zwischendurch ewig angefühlt hat und doch war es fast wie im Flug vorbei.

Der 11. Monat war eine der größten Herausforderungen für mich als Mama. Seit 11 Monaten habe ich nie mehr als 2 Stunden am Stück geschlafen. Jetzt ist das nicht mehr lustig für mich. War es sowieso von Anfang an nicht, aber irgendwie habe ich funktioniert. Jetzt mag ich nicht mehr funktionieren. Mir reichts. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich das dem kleinen Knöpfchen einfach an sein süßes Köpfchen brüllen möchte. Weil ich einfach nicht mehr kann.

Freitag durfte ich eine Nacht im Gästezimmer schlafen. Gewohnheit sei Dank, war ich dennoch alle 1,5/2 Stunden wach. Theo auch. Und Superdad auch. Von Win-Win-Situation kann man hier wohl nicht sprechen… Aber zumindest wissen wir jetzt, dass er es die Nacht über theoretisch ohne Busen schaffen würde, dieser kleine MuMi-Vampir.

Ich halte Stillen nach wie vor für die beste Entscheidung, die ich als Mama hab treffen können. Und ich würde sie immer und immer wieder treffen. Konsequent, mit Willenskraft und so manchen Tränen, dennoch ja, ich würde sie wieder so treffen. Stillen, stillen, stillen – auch wenn es für manche extrem wirkt – ich bin extrem gern das Wunder Mensch, das es möglich macht, dass ein anderes Wunder Mensch dadurch satt und glücklich ist! Aber nach 11 Monaten nicht mehr um jeden Preis, nicht mehr, wenn ich mich dabei aufopfern muss. Knöpfchen isst mittlerweile, er trinkt auch mal Hafermilch und ich bin für ihn nicht mehr ausschließlich Milchbar – an dem Busen hängt ein Mensch und darunter schlägt ein Herz – auch das braucht wieder mehr Aufmerksamkeit. Die Melanie – die sich hinter der Mama-Rolle versteckt hat, darf wieder zum Vorschein kommen.

Also Blick Richtung “Yey, das Leben macht wieder Spaß” – Happy Mum = Happy Baby! Hurra, wir stillen – langsam – ab! Und wenden den Kurs der Sonne entgegen – Fokus auf die schönen Seiten!!!

Theolein hat jetzt schon 8 Zähne. Vier unten und vier neue oben. Er kann damit prima knirschen – kein Ohrenschmaus… Er liebt es seit ein paar Tagen selbst von der Banane abzubeißen und immer, wenn er Nachschub will, sagt er Mmmmmm 🙂

Apropos sagen! Theos erstes Wörterbuch:

Haaataaa – war das erste Wort – steht für Hatschi, wenn jemand niest
Mama – perfektioniert er täglich… in immer neuen Sprachmelodien ;)Tata – steht für Traktor, Lampe und das da – je nachdem, was gerade da ist
Tato – steht für Auto – den Unterschied hat er wirklich schnell überzuckert, der Süße

Es macht Spaß zuzusehen, wenn er neues entdeckt. Wenn er im Entdeckungsraum einmal pro Woche einfach Baby sein darf und ich einfach zusehen darf, wie schlau er ist. *stolzemama*

Es macht sogar Spaß festzustellen, dass er schon sehr genau weiß, was er nicht möchte. Dann biegt er sich nach hinten durch, gibt Kraftlaute von sich und meistens fängt er dann auch an zu brüllen. Richtig zornig kann er sein und wirft dann, was ihm zwischen die kleinen Fingerlein kommt, einfach weg. Leicht bedrohlich, sehr entzückend. Ein starker Charakter – ich will, dass das so bleibt. Außer, das mit dem Werfen. 😉

Theo liebt es, andere zum Lachen zu bringen und dann selbst mitzulachen. Manchmal kommt es mir vor, als würde er Lach-Yoga machen. Erst gekünstelt lachen, bis es echt wird. Er hat es drauf, so alle um den kleinen Finger zu wickeln. Außerdem liebt er es, Verstecken zu spielen – mir davon oder mir dann entgegen zu krabbeln. Wenn er einen Hund sieht, macht er “wu wu wu” 😀 Und “miiiii” bei einer Katze. Er liebt Tiere und Blätter die langsam vom Baum segeln. Er kann ganz konzentriert Maispoppalan (Verpackungsmaterial :)) von einer Schachtel in eine andere sortieren, oder mit dem Auto auf der Couch herumcruisen, bis es “zufällig” abstürzt. Er legt sich auch auf den Boden, um unter die Coch oder ein Kastl zu sehen. Beeindruckend, was das Kerlchen alles drauf hat. Eine Herausforderung, aber auch Inspiration.

Er lacht richtig laut los, wenn man ihn am Hals oder an den Oberschenkeln und am Bauch kitzelt. Er amüsiert sich, wenn man Grimassen schneidet und so tut, als würde man sich ekeln oder erschrecken.

Ich liebe diesen kleinen Wutziwutz über alles, ohne ihn wäre das Leben nicht mehr, was es sein kann. Mit ihm sind wir komplett. (Manchmal, wie jetzt, zwar auch komplett fertig – aber auch immer kompeltt glücklich ;))

Ich wünsche mir einen entspannten und Schlaf-reichen Monat bis zum 1. Geburtstag unseres kleinen Superwunders!

Und uns allen einen Wunder-volle Zeit!