Tag Archives: Erinnerungen

Und dann geht er . . .

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. . . einfach so – stellt sich auf seine kleinen Wunderbeinchen, grinst mich mit dem breitesten Lächeln aus seinem Repertoire an und marschiert los. Frei. Frei von Sorgen. Frei in Gedanken. Frei im Herzen. Frei – ohne sich festzuhalten. Das einzige, an dem sich das Knöpfchen festhält, ist das Wissen, dass es geht. Dass ER geht! Und gleichzeitig wächst das Mamaherz vor Stolz und die Freudentränen finden ihren Weg über die Wangen – weil diese ersten Schritte zu mir geführt haben. Theo ist heute 14 Monate und 3 Tage alt 🙂 Perfekt in seinem Zeitplan 😉

In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich der Nachwuchs immer mal wieder nicht festgehalten und ist auch mal 1-2 Schritte geschwankt – aber meistens schon mit dem Hintergedanken, da ist ja jemand, der mich auffängt. Heute war es anders. Ganz bewusst hat sich das kleine Menschenwesen dazu entschieden: “Ich gehe jetzt.” Und hat es dann einfach getan. Wie leicht kann es sein, ans Ziel zu kommen? Wie schön ist es, wenn das Zeil einfach nur 4 Schritte sind, um sich dann laut lachend vor Stolz und Freude auf den Bauch zu werfen? 🙂

Es sind Momente, wie diese – und sie passieren täglich, mal kleiner und mal größer – die das Leben mit Kind einfach Sinn-voller, Liebe-voller und schlussendlich Wunder-voller machen!

Neben Glückselig- und Dankbarkeit findet ihr ab heute im Duden ein Bild von mir 😉

Ich wünsch uns einen Wunder-vollen Tag! Voll mit kleinen Schritten, die uns immer wieder daran erinnern, wie wir angefangen haben und dass wir ALLES erreichen können!

Rom ist . . .

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Durchschaut

. . . laut. Den konstanten Lärmpegel der Stadt kann man einfach nicht ignorieren. Autos, Busse und Motorini donnern über den Asphalt, begleitet von einem immer wiederkehrenden Hupkonzert, Italiener (vorwiegend) schreien in ihre Telefonini, Touristen (die nicht wie ich allein reisen) erzählen sich ständig was sie gerade sehen – das hat mit sehr gefehlt 😉

. . . leise. Read the rest of this entry

Alles – vor allem unser Leben – hat seine Zeit. Danke Kathrin.

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Alles – vor allem unser Leben – hat seine Zeit. Danke Kathrin.

Jeder von uns hat Zeit. Wer möchte, darf jetzt gerne den Kopf schütteln.

Jeder von uns hat Zeit. Genau jetzt. Diese Zeit, die uns in diesem Moment zur Verfügung steht. Immer. Immer ist jetzt die Zeit, die wir haben. Ohne nach vorne oder nach hinten zu sehen. Jetzt ist genau die Zeit, die uns zur freien Verfügung steht. In der wir Entscheidungen treffen können, in der wir lachen dürfen, in der wir weinen dürfen.

Die Kostbarkeit des Moments zu schätzen wissen. Eine Lektion, die viel Kraft und Mut erfordert. Gerade jetzt. Am Donnerstag wurde das Leben eines wunderbaren Menschens – Kathrin Eckert – beendet. Einfach so. Mitten in der Nacht. Ohne Vorwarnung, ohne gelb/rotes Licht an der Ampel, ohne einer Ahnung. Im Schlaf wurde ihr Leben zum Leben nach dem Tod.

Unfassbar. Unglaublich traurig. Unbegreiflich. So wie wir sie kannten, ist die großartige Kathrin nicht mehr hier. Einfach so. Aber sie bleibt – in den Herzen, im Gefühl, in Gedanken und Worten.

Jeder von uns hat jetzt Zeit. Zeit, sich zu erinnern Wie Barbara Pachl-Eberhard es heute im Ö3-Frühstück bei mir gesagt hat – Erinnern hat so viel damit zu tun, zu verinnerlichen.

Jeder von uns hat jetzt Zeit, sich zu verabschieden. Jeder auf seine Weise. Zeit, sich wieder zu finden, in einem Raum, in dem ein Körper fehlt. Zeit – dieser Seele diesen Platz zu schenken. Wir haben jetzt Zeit, uns an all die Wunder-vollen Dinge zu erINNErN, die jeder Einzelne mit Kathrin erleben durfte. Manche mehr und manche weniger – die Erinnerungen sind deshalb aber nicht mehr oder weniger Wert.

Das alles wird seine Zeit brauchen. Damit sich alles wieder neu ordnet. Für diese Zeit wünsche ich ihrer Familie, ihren Freunden und ArbeitskollegInnen viel Herzenskraft.

Jeder von uns hat Zeit. Ich nutze die Zeit, um mich an einen Wunder-vollen Menschen – der dem Leben ins Gesicht gelacht hat – zu erinnnern. Der Menschen Mut gemacht hat, der Menschen zum Lachen gebracht hat, der Menschen über ihre Stimme als Moderatorin bei der Antenne Kärnten direkt ins Herz getroffen hat. Ich erinnere mich an Konzerte, einen spontanen Trip nach Prian, an Udos grüne Socken und Köln (im Beitragsbild), an Maul(er)taschen und an den wundervollen wenn auch skurrilen und entzückenden Traum, den du Kathrin erst vor ein paar Tagen mit mir geteilt hast:

“Kommst mit nach Afrika? Ich würde gerne Lehmhütten bauen in Mosambik oder so…”

Danke Kathrin. Für deine Zeit. Und dafür, dass du mir diese Erinnerungen und all die Möglichkeiten, die sich hinter dem “oder so…” verbergen, geschenkt hast. *Herzensgrüße in den Himmel*