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Muttertag, das zweite Mal

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Muttertag, das zweite Mal

Wie aufregend es ist, das erste Mal. Der erste Schultag, die erste Autofahrt mit eigenem Führerschein, der erste Kuss – das erste Kind, dessen zig erste Male – ein Wow-Moment folgt auf den anderen. Oft verliert man den Blick dafür, weil einfach soooo viel zum ersten Mal passiert. Was, wenn der Zauber beim zweiten Mal gar nicht verloren geht?

So geschehen gestern, Muttertag. Im Grunde lief der Start ins Wochenende eher ungeplant, inkl. Röntgen und Krücken und einem verletzten Waden-Muskel meinerseits. Wie war das mit Ent-lasten? 😉 Alle, mir zur Verfügung stehenden Mittel habe ich eingesetzt, damit es rasch zu wahren Fortschritten kommt. Tools von Access, Engelhilfe mithilfe der Karten von Ingrid Auer, Aura Soma Pomander in vielen Farben, Globuli und Ruhe. Siehe da – die Summe hat zum Ergebnis, dass ich heute schon wieder ohne Krücken humpeln kann. 😀 Yey! Und die Prophezeiung der UKH-Ärztin: “Das kann 4-6 Wochen dauern und weh tun.” widerlege ich – spätestens am Wochenende kann ich wieder tanzen wie ein kleines Regenbogenpony! 🙂 Dazu beigetragen hat auch der Muttertag – um den Kreis wieder zu schließen.

Morgens um 6 ist Tagwache mit dem süßen Knopf, auf Krücken vom Bett zur Couch – der Göttergatte beschloss frisches Gebäck zu holen und ich war, naja, eher schwach motiviert. Dann kam mein Lieblingsmann heim, holte flüsternd den kleinen Sohnemann zu sich und gemeinsam – begleitet von Theos lautem Schmatzen – überreichten sie mir das soooo sehnlich gewünschte Briocheherz 🙂 #schmacht, da kommen gleich wieder ein paar Tränchen hoch. Der zweite Muttertag – mindestens so bezaubernd wie es der erste war, aber mit einer ganz neuen Magie.

Was lerne ich daraus – nichts mehr abzuwerten, nur weil das erste Mal schon vorbei ist. Welch großartiges Geschenk sind denn erst die Wiederholungen von Wunder-vollen Momenten?!

In diesem Sinne – bleib Wunder-voll!

Und dann geht er . . .

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. . . einfach so – stellt sich auf seine kleinen Wunderbeinchen, grinst mich mit dem breitesten Lächeln aus seinem Repertoire an und marschiert los. Frei. Frei von Sorgen. Frei in Gedanken. Frei im Herzen. Frei – ohne sich festzuhalten. Das einzige, an dem sich das Knöpfchen festhält, ist das Wissen, dass es geht. Dass ER geht! Und gleichzeitig wächst das Mamaherz vor Stolz und die Freudentränen finden ihren Weg über die Wangen – weil diese ersten Schritte zu mir geführt haben. Theo ist heute 14 Monate und 3 Tage alt 🙂 Perfekt in seinem Zeitplan 😉

In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich der Nachwuchs immer mal wieder nicht festgehalten und ist auch mal 1-2 Schritte geschwankt – aber meistens schon mit dem Hintergedanken, da ist ja jemand, der mich auffängt. Heute war es anders. Ganz bewusst hat sich das kleine Menschenwesen dazu entschieden: “Ich gehe jetzt.” Und hat es dann einfach getan. Wie leicht kann es sein, ans Ziel zu kommen? Wie schön ist es, wenn das Zeil einfach nur 4 Schritte sind, um sich dann laut lachend vor Stolz und Freude auf den Bauch zu werfen? 🙂

Es sind Momente, wie diese – und sie passieren täglich, mal kleiner und mal größer – die das Leben mit Kind einfach Sinn-voller, Liebe-voller und schlussendlich Wunder-voller machen!

Neben Glückselig- und Dankbarkeit findet ihr ab heute im Duden ein Bild von mir 😉

Ich wünsch uns einen Wunder-vollen Tag! Voll mit kleinen Schritten, die uns immer wieder daran erinnern, wie wir angefangen haben und dass wir ALLES erreichen können!

P…psssst M…ama S…chleuderts

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Wenn man zum ersten Mal Mama wird, ist das wie bei sooooo vielen Millionen anderen ersten Malen – man hat keine Ahnung, bevor man es nicht ausprobiert hat und man weiß so viel nicht, bevor man es nicht gespürt hat und man wurden vor so vielem gewarnt, aber vorbereiten geht einfach nicht.

Tja.. ich lass mich gern erwischen, von den unvorbereiteten Überraschungen. Mit denen man (ich) nicht rechnet, weil einfach niemand darüber gesprochen hat. Ich breche das Schweigen – weil ich es sooooo wichtig finde. Und weil ich festgestellt hab, dass es ganz vielen Mamas auch so geht – wir haben es verdient, dass es uns gut geht – wir sind SUPERMAMAS, verdammt noch mal! 🙂

Und das “verdammt” bringt mich gleich zum Thema – PMS. Ich kannte das Ungeheuer Prämenstruelles Syndrom vorher nicht. Ich Glückliche – zumindest kann ich das im Nachhinein behaupten – hatte einfach einmal im Monat meine Mens und fertig. Ohne großes Trara, bissl ziehen, bissl bluten und fertig. Und dann kam das neue Jetzt. Überfallsartig erst nicht zuzuordnen und dann immer klarer. 1 Tag vorher schon gereizt, schokosüchtig und so nah am Wasser gebaut, wie sonst nie. Dann Tag 1 – unausstehlich (vor allem find ich mich selbst so), unberechenbar (armer Martin) und fürchterlich grantig auf alles und jeden. Woher kommt das? Hormonchaos hoch 10. Und so schnell von 0 auf 100 ist nicht mal die schnellste Rennmaschine. Aber die Mama-Maschine – festhalten, da geht die Post ab.

4 Zyklen lang gewundert und gehofft, dann festgestellt – oh, da sind Wiederholungstäter am Werk! Denen schieben wir einen Riegel vor! Das kann doch nicht sein, dass eine Woche im Monat so ausartet, dass ich manchmal sogar daran denk, mich (oder alle anderen um mich) zur Adoption frei zu geben.

Erster Schritt: Erkenntnis.

Nächster Schritt: Verständnis.

Der Körper einer Frau – mit all seinen wundervollen Funktionen – leistet GROSSARTIGES vor, während und nach einer Schwangerschaft. Da kommt nicht einfach so, aus heiterem Himmel, ein kleines Menschlein herbei – da steckt megamäßig Wunder dahinter. Da darf auch etwas aus den Fugen geraten und es darf auch mal dort und da ein Schräubchen locker sein 🙂 Aber nicht für lange. Ich mag wieder meine Lebensqualität – und zwar 28 bis 31 Tage im Monat!

Dritter Schritt: Ab zur Homöopathin meines Vertrauens.

Und jetzt? Abwarten. Der Termin war vorgestern, Erstverschlechterung (ja oft typisch für Homöopathie ist eingetreten – aber das werten wir als wirkungsvolles Zeichen, dass es bergauf geht!)

Ich halte auch auf dem Laufenden und an alle tapferen Mamas da draußen, die das lesen – oder vielleicht auch empfohlen bekommen:

Denkt an euch! An eure Lebensqualität – denn an die ist die Lebensqualität eurer Familie direkt angeschlossen! Wir haben es verdient, dass es uns gut geht!!! Reden wir drüber und lassen wir uns helfen! Als Danke dafür, was der Körper in den vergangene Monaten (oder vl sogar Jahren) geleistet hat – er hat es verdient, dass er nicht immer alles allein schaffen muss – lassen wir uns pflanzlich bzw. homöopathisch helfen in die Selbstheilung zu kommen!

Habt eine WUNDER-volle Zeit!

Mein 1. Mama-Monat

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2016-01-17 12.28.54

Am 19. Dezember 2015 um 12.47 Uhr hat sich unser Leben von Grund auf verändert. Nach 40 Wochen im Bauch – die wohl bequemste all-inklusive 1-Zimmer-Wohnung, die wir je bewohnt haben – hat sich der kleine Mensch entschlossen, draußen weiter zu leben. Ohne den rhythmischen Klang meiner Innerein – es war wohl doch zu eng, zwischen Leber und Blase.

Theo Felix* – so heißt das kleine Wunder, das seit  einem Monat meinen Herzschlag von außen hört. Der einzige Mensch, der mich tatsächlich in- und auswendig kennt.

3220 Gramm leicht/schwer, 48 Zentimeter groß/klein und mit jedem Quadratmillimenter Haut und Haar einfach das wundervollste Wesen, das wir je zu Gesicht bekommen haben. Nach 12 Stunden Wehen – die uns beiden ganz schön viel abverlangt haben – und zwei Quäck-Lauten hat der kleine Kerl Platz auf meiner Brust genommen und mir war klar, dass es kein schöneres Gefühl auf der Welt gibt. Nicht zu fassen, nicht zu erklären – man kann es nur genießen.

Viele Tränen und Schmerzen haben uns in den ersten Tagen begleitet. Für den kleinen Wurm ist es nicht leicht, sich plötzlich atmend und Nahrung suchend und findet und verdauend durch die soooo große Welt zu kämpfen. Für Mama und Papa nicht leicht, sich plötzlich – von 0 auf 1.000.000 – rund um die Uhr um ein Lebenwesen zu kümmern, das ohne sie verloren wäre. Von einer Sekunde auf die andere stellt man alle eigenen Bedürfnisse ganz nach hinten und lässt nichts unversucht, um dem Würmchen einen schönen Start zu schenken.

Vier Wochen voller Freude über jedes Augenzwinkern, das man beobachten kann – über jede zuckende und unkontrollierte Bewegung. Vier Wochen im Schatten der Augenringe, die sich entwickeln, wenn man einfach nie länger als max. 2 Stunden am Stück schlafen kann. Vier Wochen, in denen man gelernt hat, dass das Beistellbett deswegen so heißt, weil es nur daneben steht und man sich ab sofort das große Bett zu dritt teilt 🙂

Vier Wochen voller Zweifel und Hormonschwankungen, voller Herausforderungen und Tränen und Verzweiflung. Das Leben ist auch mit dem zuckersüßestem Baby kein Honigschlecken. Mamas Milchbar ist 0-24 Mo-So geöffnet, egal wie fettig die Haare sind oder wie fleckig das T-Shirt. Sorglos und ohne Spucktücher verlässt man nicht mal mehr einen Raum. An Shopping- oder Kaffee-Treffen ist noch gar nicht zu denken. Und ja, auch wenn man 24 Stunden am Tag ein Baby versrogt und damit genug zu tun hat, kann einem die Decke auf den Kopf fallen. Schokolade hilft. 🙂 Gegessen wir jetzt prinzipiell nur mehr mit einer Hand – in der zweiten liegt das Baby am Busen. 🙂 Danke an dieser Stelle dem großartigen Papa, der mir sogar Steaks in mundgerechte Stücke schneidet (ich liebe dich).

In den ersten vier Wochen hat Theo einige Gramm und Zentimeter zugelegt. Er beobachtet die Welt um ihn herum immer wacher und er kann seine Zufriedenheit und seinen Ärger schon ganz gut kommunizieren. So ist es gut und so darf es sein. Und so leben wir uns immer weiter ein in unser neues Leben – als Familie.

Wir wünschen euch eine Wunder-volle Zeit!

*Theo – ist die Abkürzung von Theodor und bedeutet Geschenk Gottes. Das ist er wirklich für uns, ein Geschenk des Himmels für das wir jeden Tag unsagbar dankbar sind. Felix – bedeutet der Glückliche, das wünschen wir ihm Zeit seines Lebens hier auf Erden, glücklich zu sein. Außerdem hat der Namenstag von Felix, am 14.1., für uns eine große persönliche Bedeuutng.