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Vom Wunder-Körper

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Für mich waren die ersten Wochen und Monate mit dem kleinen, bezaubernden, wundervollen und absolut gewünschten Knopfi kein einfacher Mama-Spaziergang. Obwohl ich es mir so vorgestellt hätte. Nie im Leben hätte ich vor der Geburt von mir gedacht, ich würde in tiefe Zweifel-Furchen stolpern oder mich vor Angst-Schatten verstecken. Ich bin mit dem Gefühl “Wir machen das locker, schaffen andere doch auch” bin ich in die Schwangerschaft gegangen. Kaum war Knopfi wirklich begreifbar – war diese Sicherheit futsch. Als wurde getauscht – statt Baby, war nun ein mulmiges Gefühl im Bauch. Und das Baby auf dem Arm konnte dieses Gefühl fürs Erste nicht aufwiegen.

Ich war angespannt, fix und fertig vom Schlafmangel und vollkommen aus der Verankerung meiner Welt gerissen, mit dem Gefühl, meine Welt verloren zu haben. Diese Spannung spürte natrülich nicht nur ich, sondern auch mein liebster Bald-Göttergatte – und Knopfi sowieso. Gratuliere. So ist also Mama-Sein? Unentspannt, geladen, ständig auf der Hut vor irgendwelchen Sorgen?

Von der Seele schreiben hilft mir schon seit ich schreiben kann. Auch diesmal haben die Buchstaben ihre Wirkung gezeigt – kaum waren die Worte schwarz auf weiß zu lesen, fühlte es sich nicht mehr so fesselnd an. Und ich habe gelernt, Hilfe anzunehmen und um Hilfe zu bitten (und ich arbeite weiter daran :))

Meine Welt ist auf den Kopf gestellt – das Beste daran ist aber die Erkenntnis, dass es noch immer meine Welt ist, halt anders herum und ergänzt um ein wundervolles Wesen, das jeden Morgen zu einem noch größeren Geschenk für uns macht. Sowohl das Baby, als auch das mulmige Gefühl sind jetzt aus dem Bauch draussen. Manchmal fühlt sich das nicht mehr wirklich vorhandene Schwangerschaftsbäuchlein etwas leer. “Als wäre nichts passiert” – meinte die Frauenärztin beim Blick auf meine Gebärmutter. Doch es ist etwas passiert! Ganz tief drinnen – in jeder einzelnen Zelle.

Das es so aussieht, als wäre nichts passiert – schließlich passen auch wieder uralte Hosen ;))) – zeigt mir einmal mehr, wie großartig der menschliche Körper ist. Wie Wunder-voll unser Leben tagtäglich ist, ohne, dass wir großartig etwas dafür tun müssen. Es fängt beim Atmen an und hört – wie bei mir im Moment – bei der Rückbildung nach einer Geburt auf. Mein Körper und ich – wir sind bereit für jedes neue Wunder, das auf uns zukommt. Bereit für jeden Atemzug und für jede Entdeckung, die wir nun gemeinsam mit Theo machen dürfen. Bereit, das was war tatsächlich hinter uns zu lassen und im Hier und Jetzt für die Zukunft zu leben.

Wunder-Körper – ich danke dir! Jeden Tag und jetzt noch viel lieber, weil du uns dieses Geschenk gemacht hast!

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Körper_Bewusst_Sein

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Guten Morgen, liebe Welt!

Bis vor ein paar Jahren ist es mir wirklich und fast schmerzhaft schwer gefallen, mich mit mir und meinem Körper auseinanderzusetzen. Obwohl das “Auseinander” dabei nicht der schwirige Teil war, denn ich fühlte mich nicht eins mit mir.

Jetzt ist das anders. Und es ist schön, zu spüren. Wenn ihr zum Beispiel abends oder morgens im Bett liegt, habt ihr schon einmal nachgefühlt, wie es eigentlich ist, wenn Zehen entspannen? Wisst ihr welche Millimeter Haut auf der Matratze aufliegen? Wie fühlt es sich an, ganz gestreckt auf dem Rücken zu liegen? Ist es bequemer auf der einen oder anderen Seite? Wenn ich nicht einschlafen kann, versuche ich, mich wahr zu nehmen. Wie fühlt sich das Ohr an, das auf dem Kopfpolster liegt, wie das andere, dass leichter in die Nacht lauschen kann? Was passiert mit meinen Händen und Armen, wenn sie sich berühren, ineinander greifen und festhalten können. Ich bin fass-bar. 🙂

Wie fühlt es sich an, morgens aufzuwachen und welches Körperteil liegt jetzt ganz bequem auf Matratze im Vergleich zum Einschlafen? Wie fühlt es sich morgens an, die schützende Decke zu spüren? Und dann ein Lächeln, mit einem Danke, für den neuen Tag, den uns das Leben schenkt. Fühlt sich toll an, oder? 🙂

Ich wünsche euch ein Wochenende mit fühlbar Wunder-vollen Momenten!

*m

Den Mutigen gehört die Welt

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Es gibt Momente im Leben, die ziehen einen regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Man verliert oft nicht nur sprichwörtlich den Halt. In solchen Momenten ist es gut, wenn man zumindest unbewusst weiß, dass man noch auf der Erde steht, auch wenn der Untergrund uneben, holprig, steinig ist. Am Wochenende war ich diesem Gefühl sehr nahe.

Zwei Kolleginnen erzählten mir von einem Kletterkurs auf der Riegersburg – ich war übermütig, meinte, das würde ich auch gerne probieren und drei Tage später stand ich “am Abgrund”. Es war mir klar, dass es nicht leicht werden würde, aber dass ich dann beim Einstieg so bewegungslos werden würde, damit habe ich nicht gerechnet. “Hinter dir gehts abwärts und vorwärts steil bergauf” wird im “Watzmann” gesungen. Oh ja – auf der Riegersburg ist das auch so. Ich klammerte mich an das Seil und unzählig viele Fragen sausten durch meinen Kopf: Halten die Verankerungen, das Seil, die Sicherungen, die Karbiner, meine Arme, meine Beine, die Schuhsohlen…? Vertrauen. Mein Stichwort. Vertrauen in das Material, den Trainer und vor allem das Vertrauen in mich.

Ich war kurz davor, schon nach 3 Metern aufzugeben.

Durchatmen. Die Aussicht genießen über die Steiermark, die sich unter meinen Füßen von wohl einer ihrer schönsten Seite zeigte. Durchatmen. Weitergehen.

Ich habe es geschafft – und das Gefühl, dass ich beim Ausstieg hatte, kann ich nicht in Worte fassen. Das Wort, dass es wohl am besten beschreiben würde, wäre eine Mischung aus Dankbarkeit, Freude, Stolz – Daneudolz – oder so 🙂

Dieser Sonntag zeigte mir einmal mehr, wie hilfreich und gut es ist, zu vertrauen. Vertauen in die eigenen Fähigkeiten, in die Fähigkeiten anderer – auch wenn es Fremde sind – und Vertrauen in die Technik.

Wie heißt es doch so schön: Den Mutigen gehört die Welt! Dazu gehört auch der Mut, so zu sein, wie man ist. Der Mut, das zu tun, was gut tut. Der Mut auszusprechen, was man sich wünscht. Der Mut, um Hilfe zu bitten. Der Mut zu helfen. Der Mut, authentisch zu sein. Der Mut, andere genau so anzunehmen wie sie sind (auch wenn andere Menschen vielleicht andere Meinungen vertreten). Der Mut, einen Schritt vor den anderen zu setzen, auch wenn man den Tritt unter einem Felsvorsprung vielleicht nicht gleich sieht. Der Mut, den Weg weiter zu gehen, wenn ihn vorher noch niemand gegangen ist. Der Mut, JA zum Leben zu sagen. Zusammengefasst ist es der Mut, zu lieben – frei von Ängsten, Vorurteilen oder Erwartungen. Der Mut, sich um Felsen zu schwingen, um festzustellen, dass die Aussicht auf der anderen Seite des Steines vielleicht noch schöner ist.

Ich wünsche uns eine mutige und vor allem Wunder-volle Zeit!

*m

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Körper_Gefühl für Anfänger

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Keine Ahnung, wann das angefangen hat… Aber wahrscheinlich seit der Mensch herausgefunden hat, dass man Vergleiche stellen kann, ist das mit dem Körper-Bewusstsein und Selbst-Wert-Gefühl und mit dem Gefühl für den eigenen Körper nicht mehr so einfach. Der Körper wurde – zunehmend beeinflusst durch die Medien – immer mehr zu einem “Werk”, das beliebig den Ansprüchen (anderer) angepasst werden kann.
Das Gefühl dafür, was er eigentlich ist, geht dabei verloren.
Für mich ist mein Körper Heimat. Überall wo ich bin, ist er dabei. Bei allen Ideen, unterstützt er mich in der Umsetzung. Er ist mein Schutz nach außen, er gibt meiner Seele, meinem Geist und Verstand Halt, solange ich hier auf der Erde sein darf. Durch meinen Körper durfte ich lernen, zu fühlen, was es bedeutet Schmerz zu erleiden und wie es ist, wenn eine Wohlfühl-Gänsehaut mich von den Zehen- bis in die Haarspitzen umhüllt.
Vor ein paar Jahren habe ich das noch nicht so gesehen. Wenn ich zum Beispiel vor dem Einschlafen zufällig mit der Hand meine Oberschenkel berührt hab, habe ich “mich” dafür gehasst und mich in den Schlaf geweint. Weil ich nicht dem von außen vorgegeben Schönheitsideal “entspreche”… Was auch immer das heißt, wer auch immer das vorgibt…
Ich wurde Gott sei Dank schlauer und habe begriffen, dass ich jede Sekunde dankbar sein darf für diese Wunder-volle Fahrgestell, dass mir das Leben Geschenk hat. Und gerade die Ecken und Kanten (oder vl doch eher Rundungen ;)) machen mich einzigartig. So einzigartig, wie jeder von uns ist. Dieses Körper-Gefühl wünsche ich euch von ganzem Herzen! Und ich hoffe, dass ich einen kleinen und dass die Doku “Embrace” (Body Image movement) einen großen Teil dazu beitragen kann. #ihaveembraced

Ich wünsch uns eine Wunder-volle Zeit!
Love*m

Der Tag am See – oder: Wunder auf zwei Beinen

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Wochenede, Sonnenschein, gefühlt 50 Grad Celsius und ein herrlich kühlender Wörthersee – Herz, was brauchst du mehr. Genau das war das Rezept für meinen perfekten Pfingsmontag. Die tausenden Badegäste, die auch ebendiese Idee hatten, hatte ich vorab nicht bedacht 🙂 Doch es war gut, dass ich mich von der Masse der Mensche überwältigen und überzeugen lies, dass es ok ist, dass ich den See nicht für mich allein hab.

Dann hatte ich Zeit – zu lesen, zu schwimmen, zu schiwtzen, einen kleinen Sonnenbrand zu züchten und zu beobachten. Es ist toll, Menschen zu beobachten. Grundsätzlich, im Café, in der Innenstadt, im Nachbarauto – und am See. Wisst ihr, was mir so ganz fotoshopfrei aufgefallen ist: JEDER und JEDE einzelne Badegast hatte es – etwas Wunder-volles. Vom charmanten Lächeln bis zu zauberhaft schönen Zehen.

Wenn ich diese Zeilen jetzt lesen würde, ohne sie geschrieben zu haben, würde ich wahrscheilnich den Kopf schütteln, mir denken “ok, zu viel Sonne, liebe Meli” und im nächsten Moment würden mir alle möglichen Körperteile einfallen, die nicht “schön anzusehen” sind. So wie eine Bekannte dann gemeint hat: “Ich bin zurzeit unzufrieden. Weil ich meinen Oberkörper gar nicht mag. Meine Arme, meinen Bauch…” Ich habe darüber nachgedacht – und ich bin zu dem Schluss gekommen: BLÖDSINN! Diese Bekannte ist genauso wie jeder Bikini-, Badeanzug- und Badehose-Tragender am See SCHÖN. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund – weil jeder einzigartig ist. Es macht keinen Sinn, zu vergleichen – andere besser und sich schlechter zu finden. Jeder ist anders und anders ist gut. Wir sind keine Kopien, die sich einfach vervielfältigen lassen – jeder ist ein Wunder, wegen seiner Einzigartigkeit!

Für diese Einzigartigkeit setzt sich auch Tayrin von “Body Image Movement” mit ihrem Projekt “Embrace – EveryBODY is beautiful” ein. Und dafür danke ich ihr von Austria nach Austrilia 🙂 http://bodyimagemovement.com.au/

#ihaveembraced

Und ich umarme mein SEIN, meinen Körper jetzt noch ein Stück mehr – nachdem ich all diese Wunder auf zwei Beinen am See entdecken durfte!

In diesem Sinne – ich wünsche uns eine Wunder-volle Zeit!

*m

Über Stock und Stein durchs #pipparadies bis ins Ziel

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Ich sitze hier, frisch geduscht, mit hoch rotem Kopf und einem breiten Grinsen im Gesicht. Warum? Ich habe gerade meinen ersten 3 geh-laufenen Kilometer hinter mir. Über Stock und Stein – über Wurzel und Blattwerk – über Asphalt und Schotter. 31 Minuten war ich unterwegs und ich bin gerade sooooo was von stolz auf mich!

Genau das ist auch ein Aspekt, der das pipparadies zum wahren Wohlfühl-Paradies macht! Jeder darf stolz auf sich und seine Leistungen sein. Egal, ob es 3 km waren oder ein Ironman. Um ins Ziel zu kommen, muss nämlich jeder den ersten Schritt machen und diese Tatsache gilt nun mal für uns alle.

Und Ziele setzen ist auch mein nächstes Stichwort. Wenn ich ehrlich bin, war ich darin nicht immer besonders gut. Das ändert sich jetzt. Ich habe mich gerade für meinen ersten Laufbewerb angemeldet 🙂 Nicht, um eine Bestzeit aufzustellen, nicht, um irgendjemanden etwas zu beweisen. Einfach, um meinem Körper mit der Bewegung etwas Gutes zu tun. Und genau das tut gerade besonders gut!

Ich halte uns auf dem Laufenden :))) und wünsch uns eine Wunder-volle Zeit!

*m

Guter Morgen?!

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Seit Monaten übe ich mich darin, das Leben jeden Morgen mit einem Lächeln zu begrüßen – ganz einfach, weil sich das Leben das voll und ganz verdient hat! Egal, ob ich schlecht geschlafen, schelcht geträumt oder einfach nur das Weckerklingeln gerne überhören möchte.

Ich wache auf und fühle meine Zehenspitzen, meine Fingerspitzen und ansatzweise meine Haarspitzen (zumindest die, die meine Nase kitzeln) 🙂 und wie eine wohlige Gänsehaut überkommt mich eine Dankbarkeit für jeden Millimeter dieses Wunderwerks Körper.

Zugegeben, es ist nicht jeden Tag so “intentsiv” – aber es lohnt sich.

So fühlt sich das Pipparadies an. Genau so, wie sich Pippa jeden Morgen darauf freut Frauchen/Herrchen zu sehen – genau so freue ich mich auf den neuen Tag und darauf, was ich alles erleben darf.

Bist du heute euch in deinem eigenen Pipparadies aufgewacht?

Ich wünsch uns einen Wunder-vollen Tag!

*m