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Muttertag, das zweite Mal

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Muttertag, das zweite Mal

Wie aufregend es ist, das erste Mal. Der erste Schultag, die erste Autofahrt mit eigenem Führerschein, der erste Kuss – das erste Kind, dessen zig erste Male – ein Wow-Moment folgt auf den anderen. Oft verliert man den Blick dafür, weil einfach soooo viel zum ersten Mal passiert. Was, wenn der Zauber beim zweiten Mal gar nicht verloren geht?

So geschehen gestern, Muttertag. Im Grunde lief der Start ins Wochenende eher ungeplant, inkl. Röntgen und Krücken und einem verletzten Waden-Muskel meinerseits. Wie war das mit Ent-lasten? 😉 Alle, mir zur Verfügung stehenden Mittel habe ich eingesetzt, damit es rasch zu wahren Fortschritten kommt. Tools von Access, Engelhilfe mithilfe der Karten von Ingrid Auer, Aura Soma Pomander in vielen Farben, Globuli und Ruhe. Siehe da – die Summe hat zum Ergebnis, dass ich heute schon wieder ohne Krücken humpeln kann. 😀 Yey! Und die Prophezeiung der UKH-Ärztin: “Das kann 4-6 Wochen dauern und weh tun.” widerlege ich – spätestens am Wochenende kann ich wieder tanzen wie ein kleines Regenbogenpony! 🙂 Dazu beigetragen hat auch der Muttertag – um den Kreis wieder zu schließen.

Morgens um 6 ist Tagwache mit dem süßen Knopf, auf Krücken vom Bett zur Couch – der Göttergatte beschloss frisches Gebäck zu holen und ich war, naja, eher schwach motiviert. Dann kam mein Lieblingsmann heim, holte flüsternd den kleinen Sohnemann zu sich und gemeinsam – begleitet von Theos lautem Schmatzen – überreichten sie mir das soooo sehnlich gewünschte Briocheherz 🙂 #schmacht, da kommen gleich wieder ein paar Tränchen hoch. Der zweite Muttertag – mindestens so bezaubernd wie es der erste war, aber mit einer ganz neuen Magie.

Was lerne ich daraus – nichts mehr abzuwerten, nur weil das erste Mal schon vorbei ist. Welch großartiges Geschenk sind denn erst die Wiederholungen von Wunder-vollen Momenten?!

In diesem Sinne – bleib Wunder-voll!

Mein 9. Mama-Monat

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Manchmal wünsche ich mir, die ersten Wochen nach Knopfis Geburt noch einmal zu erleben – und zwar mit dem Gefühl und der Freude, die ich jetzt spüre. Im Rückspiegel betrachtet, liegt über den ersten Wochen ein dunkler Schatten und das ist so schade, weil das kleine Knöpfchen seit 9 Monaten so viel Sonnenschein in unser Leben zaubert.

Er krabbelt jetzt nicht nur wie ein Weltmeister, er zieht sich auch überall weltmeisterlich hoch und – das Beste – er hat innerhalb von 4 Tagen gelernt, wie er aus dem Stand wieder in die Knie kommt. Außerdem sitzt er seit ein paar Tagen freihändig – mein Mama-Herz wird immer größer und stolzer.

Es ist so wundervoll, beobachten und lernen zu dürfen – von diesem kleinen Wunderwesen. Man spürt einfach, dass er den Satz “das geht aber nicht” einfach nicht kennt. Und ich bemühe mich täglich, diesen Satz nicht auszusprechen – auch wenn ich mich öfters dabei ertappe, ihn zu denken (“oh oh, jetzt bis du unter dem Tisch, da kommst du jetzt allein nicht wieder raus…” – IRRTUM, er schafft es, fast immer). Also, was habe ich mir vorgenommen: “Das geht aber nicht” wird gestrichen. Alles was ich mir vorstellen kann, geht – sonst wäre die Vorstellungskraft sinnlos und das wollen wir mal gar nicht 🙂

Die Begeisterung mit der Knopfi die Welt entdeckt ist so ansteckend. Ich will, wie er, am liebsten jeden Tag Neues lernen/verstehen/wissen/kennenlernen/lieben lernen. Und alles mit meinem breitesten Lächeln willkommen heißen. Denn genau so funktionert LEBEN. Es wurde uns mit der Zeit abtrainiert – entweder schon in der frühkindlichen Erziehung oder spätestens in der Schule. Begeisterungsfähigkeit sollte ein eigenes Fach auf dem Stundenplan sein. Der Mensch ist nicht dazu geboren, um zu funktionieren – sondern um zu leben, zu genießen, sich zu freuen, anderen eine Freude zu bereiten und zu bereichern, glücklich zu sein.

Knöpfchen ist dabei genau das zu perfektionieren und ich werde mich hüten, ihm dabei im Weg zu stehen. Im Gegenteil – ich freue mich irrsinnig darauf, Hand in Hand mit ihm im Regen zu tanzen, Sonnenstrahlen einzufangen und Schmetterlinge oder Käfer zu beobachten! Ich wünsche mir, dass er in uns Eltern Vorbilder sieht, an deren Seite er gerne jeden Tag aufs Neue begrüßt. Ein Leben vorleben, dass nach allen Regeln der Kunst gut tut. Ich wünsche mir, dass wir Eltern sind, die ihn reich beschenken – mit Geschenken, von denen man nie genug haben kann: Liebe, Zeit, Respekt, Ehrlichkeit, Gelassenheit, Spaß, Authentizität, Ausgeglichenheit, Freundlichkeit, Güte, Achtsamkeit und Freundschaft.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Wunder-volle Zeit – im Mama-Monat 10! (zweistellig… ich fasse es nicht :))

Mein 7. Mama-Monat

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In sieben Monaten hab ich mich wirklich mehr als einmal (pro Tag) gefragt, was bin ich für eine Mama? Welche Mama möchte ich sein? Was erwarte ich von mir? Was erwarte ich mir von anderen im Umgang mit unserem Knopfilein? Was wünsche ich mir für das kleine Wunder, das jeden Tag so bereichert?

Und ja – meine Ansprüche würden manche als eher höher einstufen. Allerdings nur im Vergleich zu den Erziehungssystemen und -methoden, wie sie für vergangene Generationen “üblich” waren.

Am häufigsten hörte ich in den vergangen 7 Monaten die Frage: Schläft er schon durch? Als Variante gilt auch: Und, schläft er gut? Meine Antwort auf Frage 1: Ja – maximal 3 Stunden am Stück und das selten, aber die durch. Und er hat diese langen Schlafphasen von Anfang an nachts, was mir sehr entgegen kommt 🙂 Antwort auf Frage 2: Klar, vor allem, weil er bei uns im Bett schlafen darf. 🙂

Ja – es ist anstrengend. Und ja, manchmal wünschte ich mir, einfach nur schlafen zu dürfen. Dann hilft es, mir vor Augen zu halten, wie kurz die Zeit mit dem kleinen Butziwutzi im Endeffekt ist. Hey – jetzt sind schon 7 Monate vorbei – einfach so. Bald wird er die Schule/Lehre was auch immer abschließen und ausziehen – AH! 😉

Ich erwarte mir deshalb vom Knopferl nicht, dass er schon durchschläft. Ich erwarte mir, dass er glücklich und zufrieden ist. Dass er schlafen kann, wenn er müde ist, dass er zu essen bekommt, wenn er hungrig ist, dass er trinken darf, wenn der Durst ruft und dass er Zeit hat, die Welt zu entdecken. Dass er weiß, dass wir immer für ihn da sein werden. Dass er sich entwicklen darf – Schicht für Schicht, Schritt für Schritt.

Deshalb möchte ich zB auch nicht, dass man mein Kind auf den Boden setzt – solange er es noch nicht kann. Gestützt mit Polstern, Decken und Luftpolsterfolie könnte er schon sitzen, aber was bringt es ihm, wenn er nicht weiß, wie er aus dieser Situatioin wieder heraus kommt, ohne umzufallen? Einen tollen Vergleich dazu, habe ich diese Woche gelesen: Ein Marathonläufer startet ja auch nicht mit 40 km in Bestzeit im ersten Training, oder?

Erwachsene erwarten von Babies oft so viel. Selbst gibt man sich zB ein halbes Jahr Lauftraining für einen kleinen Wettbewerb oder ein paar Monate für das Auffrischen von Sprachkenntnissen (Hausnummern), aber ein BABY soll schon nach dem ersten Jahr (in dem es so viel gelernt hat, wie wahrscheinlich nie mehr im Leben) sitzen, stehen, laufen, sprechen, mit Besteck essen und allein aufs Klo gehen können? 🙂 Leute!

Wie auch immer. Wir machen es wie Pippi Langstrumpf – wie es uns gefällt 🙂

Wir stillen nach wie vor. 6 Monate hatte ich mir zum Ziel gesetzt – mittlerweile sind es 7, obwohl ich bei 3-4 zwischendurch aufgeben wollte… 🙂 Wir setzen das einfach fort, solange es uns beiden gut damit geht.

Also kurzum – Knöpfchen darf alles und das noch dazu in seinem Tempo 🙂 Er hat innerhalb von 4 Tagen das Krabbeln perfektioniert, ist auf den Geschmack von Gemüse und Obst gekommen, weiß sich zu helfen, wenn er sich verschluckt und ist sowieso und überhaupt unser Held und Sonnenschein mit 2 Zähnchen 🙂 Genau so eine Mama möchte ich sein – eine, die sich ins Kind hinein versetzen kann, die versucht, die Wunder des Lebens gemeinsam mit ihm neu zu entdecken, die genauso beschützt, wie Freiraum schafft. Eine, die sich “nur” erwartet, dass die Menschen, die Theo nahe stehen, das genau so sehen und mich in meiner Mama-Rolle stärken. So können wir – wie schon mal erwähnt – mit Theo gemeinsam den Hafen bauen, in den er immer wieder gerne zurück kommt  und von dem aus er sein Abenteuer Leben startet.

Es geht dann sowieso alles viel schneller, als es Mama lieb ist 🙂

Mein 6. Mama-Monat

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Ein ganzes halbes Jahr – hurra, wir leben noch! 🙂 Ich hatte ja duraus Momente des Zweifels… Diese sind verfolgen. Wahrscheilich wurde ihnen bei Knopfis Drehungen am Boden zu schwindlig und so haben sich die Zweifel auf und davon gemacht. Gut so. Ihr könnt bleiben, wo ihr jetzt seid. Wir bleiben hier und lieben das Familienleben.

Das Knöpfchen kann sich wie gesagt perfekt vom Rücken auf den Bauch und etwas zögerlich, aber doch, wieder zurück drehen. Der erste Zahl ist mittlerweile schon ungefähr 3 Millimeter “alt” und der zweite rückt – etwa 2 Millimeter “jünger” – nach. In diesem Monat hat das kleine, zuckersüße Kerlchen auch seine noch zuckersüßeren Füßchen entdeckt und lässt sie kaum mehr los. Wenn er die Füße noch hält, halten sie übrigens nie still 🙂

Und die Mama? Die ist mittlerweile entspannt. Zwar nicht was jedes Thema angeht – aber so grundsätzlich. Ich bleib ruhig, wenns Knopferl mal unruhiger ist und ich such den Fehler dann nicht mehr bei mir. Babies dürfen auch unzufrieden sein – ohne dass Mama schuld ist. 😉 Schließlich kann man als Mama viel falsch machen. Aber auch sehr viel richtig. Viel mehr richtig, hab ich in den vergangenen 6 Monaten festgestellt. Richtig ist nämlich alles, was sich gut mit dem Bauchgefühl für Mama und Baby verträgt. Und hat man das Vertrauen in sich mal gefunden, gehts schon viel leichter.

Ein Thema bei dem man es entweder falsch oder nicht richtig machen kann – wie beim Stillen – ist Beikost. Allgemeine Verunsicherung Dank Werbung, Kinderärzten, Hausärzten, Hebammen, Kinderlosen, Mehrfacheltern – von allen Seiten. Jeder macht es anders und doch ist nichts für jeden. Wie jeder Fingerabdruck ist jedes Kind anders – mancher früher und mancher später bereit für eine neue Geschmacksvielfalt. Also gibt es kein Flasch – sondern nur ein Richtig für die jeweilige Familie. Für uns war es richtig, Theo mal Kartoffel probieren zu lassen – er war überrascht von dem Geschmack und der Konsistenz, das war ein Spaß. Selbstverständlich gab es mehr Kartoffel auf der Kleidung, den Händen, dem Tisch und dem Boden als im Bauch – aber genau das ist meiner Meinung nach ja der Sinn von Beikost 😉 Wir machen aus dem Essen kein Stressthema, schon gar nicht solange die gute Mumi schmeckt und reichlich vorhanden ist 🙂

Was ist noch passiert im Monat 6? Wir haben JA gesagt!!! Mama und Papa sind jetzt nicht mehr “nur” Mama und Papa, Mensch, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter, Enkeltochter, Enkelsohn, Neffe oder Nichte – sondern auch Mann und Frau und das vor dem Gesetz 🙂 Am 4. Juni trauten wir uns vor den Standesbeamten und durften mit unseren Liebsten Familien und Freunden einen neuen Lebensabschnitt – verheiratet – beschreiten. Der Riemerhaufen hat jetzt offiziell eine Riemerin mehr 😉 Und Knopfi war Dank Supertante Kerstin einer der wohl gemütlichsten Hochzeitsgäste aller Zeiten!

Voller Vorfreude also rein in den 7. Mama-Monat 🙂

Wunder-volle Zeit!

Spontangeburt? Stillen auch noch?!

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Ja – und wenn ich wieder zum ersten Mal schwanger sein würde – ich würde es wieder so machen. Ich gebe zu, dass ich das Schwanger-sein nicht dauernd als superschön empfunden habe. Es war nicht lustig, mit dem Auto am Straßenrand anzuhalten, weil sich mein Magen “umgedreht” hat. Es war auch nicht angenehm, kein einziges Stockwerk ohne Sehnsucht nach einer Sauerstoffmaske zu schaffen. Und es war kein Zuckerschlecken schon Monate vor der Geburt keine Nacht mehr durchzuschlafen, weil man ständig beim “Umwuchten” der Kugel aufwacht. Natürlich bereue ich nichts, schon gar nicht, wenn ich das kleine Wunder hier zufrieden lächelnd beim Schlafen beobachten darf. 🙂

Auch die Entbindung war kein Sonntagspaziergang. 1. war es an einem Samstag 😉 und 2. geht dabei jede Frau tatsächlich und wortwörtlich an ihre Grenzen. Trotzdem würde ich wieder spontant entbinden wollen – vor allem, wenn es keine medizinische Indikation für eine Sectio gibt. Es ist toll, dass es diese Möglichkeit gibt – für Mama und Kind – aber es heißt nicht umsonst “Natürliche Geburt”. Die Natur hat es vorgesehen, dass es klappt. Der Köper von Frau und Kind sind so perfekt aufeinander abgestimmt – darauf darf man vertrauen. Auch wenn es unter den Wehen schwer fällt 🙂

Und auch noch stillen – länger als die empfohlenen 6 Monate? JA mit 3 Ausrufezeichen!!! Denn auch das hat die Natur sowas von perfekt eingerichtet, dass ich wirklich nur im Notfall Fläschen kochen, waschen, auskochen, mitnehmen, kochen, waschen, auskochen… möchte. Ok, es ist nicht von Anfang an dieses “wundervolle, nährende und Nähe bringende” Erlebnis – weil es weh tut, bis sich der Körper darauf eingestellt hat, weil das kleine Wesen fordert was es braucht und frau dafür 24 Stunden am Tag parat stehen, sitzen oder liegen muss und weil noch so viele Ammenmärchen rund ums Stillen kursieren, die einen verunsichern. Ich bin soooooo dankbar, dass es für unsere Generation bestens ausgebildete und superliebe Stillberaterinnen (zb www.stillen.at oder www.lalecheliga.at oder auf Facebook die Stillecke und gsd schon mehrere virtuelle Stillgruppen) gibt.

Liebe Mit-Mamas und Bald-Mamas und schon Mehrfach-Mamas – ihr – nein WIR sind alle großartig, die Natur hat uns mit sooooo viel Wunder ausgestattet! Wir können Leben schaffen – natürlich auch Dank der Männer an unserer Seite – und wir können Leben erhalten, unsere Kinder ernähren mit Muttermilch und Mutterliebe! Das einzige, was wir dafür brauchen, ist im Grunde das Vertrauen in uns und unsere naturgegebenen Fähigkeiten!

Vertraut auf euch – ihr Wunder-vollen Wesen!

Bring das Fass doch endlich zum Überlaufen!

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Das Fass zum Überlaufen bringen. Habe ich bis vor wenigen Minuten eigentlich mit etwas Negativem verbunden. Wenn dass Fass voll ist, dann schappt der Inhalt über. Gut. Und? Zu viel ist zu viel. Hallo, was bitte ist schlimm daran? Wir können immerhin entscheiden, womit wir dieses schöne Fass füllen 🙂 Zu viel Wein – kann gar nicht schlimm sein 🙂 Wie wäre es also mit folgender Idee: Zu viel Liebe, Geborgenheit, Dankbarkeit, Großzügigkeit, Glück oder zu viel Gesundheit – gibt’s dahin gehend nach oben hin eine Beschränkung – außer die, die man sich selbst auferlegt?

Bringen wir doch das Fass zum Überlaufen – lassen wir Freude und Leichtigkeit über den Rand fließen, sodass jeder, der vorbei spaziert etwas davon hat. Ich möchte auf dem Weg auf dem ich gehen darf ganze Seen voller guter Laune hinterlassen, weil dieses Fass ständig überläuft. Und ich wünsch mir dass die Menschen, die mir auf meinem Weg begegnen, in diesen Glücks-Lacken tanzen und springen und juchzen vor Lauter Yey-Gefühl! 🙂

Ich geh grad über, weil ich so dankbar bin für jede Begegnung in meinem Leben. Für diese außergewöhnlich Wunder-vollen Menschen, die meinen Weg begleiten.

Himmlisches Pipparadies – jede Stunde darf eine Happy Hour sein! 🙂 Auf dass unsere Glücksfässer überlaufen, Tag für Tag!

Ich wünsche uns eine Wunder-(über)volle Zeit! 🙂

*m

Wenn mir die Worte fehlen…

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Es hat sich in den vergangenen Tagen so angefühlt, als würde mir (!!!) die Worte fehlen. Ich dachte im Kreis und fand keinen Anfangspunkt.

Wenn einem die Worte fehlen, sollte man die Buchstaben neu ordnen. Wer sagt eigentlich, dass A vor Z kommt? Warum darf es nicht auch einmal umgekehrt sein? 🙂 Muss alles immer strengen Regeln folgen? Muss man immer “entsprechen”? Entsprechen – ein magisches Wort. Was bedeutet das eigentlich? Den Vorstellungen anderer entsprechen und sich so von seinen eigenen entfernen? Wie doof ist das eigentlich?

Ich will nicht mehr den Vorstellungen anderer entsprechen – ich will für mich sprechen.

Das ist das Pipparadies – sich selbst zu leben! Einfach, mehrfach, hunderttausendfach zu SEIN. Denn genau so wie wir sind, sind wir richtig. Stell dir vor, das wäre wirklich so? 🙂 Grenzenlos sein. Magisch. Nich eingeschränkt von A bis Z sondern mittendrin, zwischendurch, davor und weit darüber hinaus zu sein. Herrlich!

Dankbarkeit erfüllt mein sein – weil ich erkennen darf, dass nur ich es bin, die mich und mein sein begrenzt. Also kann ich diese Grenzen auch selbst aufheben. Und mich “ausdehnen” in jede beliebige Richtung. Mit meinem Sein, meinem Denken, meinem Tun und meinen Gefühlen.  Und Plötzlich sind die Worte wieder da – alle Worte, sogar mehr, als ich mir vorstellen konnte.

Ich wünsche uns Freiheit – zu sein und Wunder-volles zu erleben!

*m

Wo sind diese Wunder, wenn man sie braucht…?!

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Tagtäglich darf ich in diesem Wunder-vollen Pipparadies aufwachen und es fällt mir eigentlich leicht, Wunder-volles an allen Ecken und Enden zu entdecken. Eigentlich. Es gibt Momente, da ist das Ganze nicht so einfach – dann zum Beispiel, wenn die Tür zum Tod aus den Angeln gehoben wird und man jede Minute einen Blick hinter diese Tür wirft, um noch einen Blick auf den Menschen zu werfen, der gerade durch diese Tür gegangen ist… Geht nicht. Und daran ist gar nichts Wunder-voll.

Also habe ich heute Nachmittag beschlossen, ein Wunder einzufordern. Wäre doch gelacht. Wem, wenn nicht mir, sollte im Arbeitsalltag ein Wunder begegnen?! 🙂 Ok. Dann sehe ich mich also um.

Die Kaffeemaschine ist Wunder-voll – weil sie mindestens zweimal am Tag für herrlichen Genuss sorgt. Aber Wunder im Sinne der Definition – etwas Unerklärbares – zu sein, trifft es wohl nocht.

Meine Kollegen sind eindeutig Wunder-voll – weil sie mich unterstützen, wenn ich etwas brauche, weil sie mich zum Lachen bringen, weil sie hinter mir stehen und weil sie an mich glauben. Außerdem sind sie Wunder-voll, weil jede/r für sich jeden Tag exzellente Leistungen bringen! Heute sind sie aber auch nicht das Wunder nach dem ich Ausschau halte.

Dienstschluss um kurz nach 16.30 Uhr – das grenz sehr an ein Wunder, weil ich selten so pünktlich as dem Büro komme.

Ich fahre enttäuscht nach Hause. Wunder sind für mich heute anscheinend gut, aber aus.

Mein Alternativprogramm besteht dann aus Wäsche waschen, kochen, essen und etwas schmökern.

Bis ich ein Geräusch höre. Im Takt von Herzklopfen. Immer und immer wieder und ich habe keine Ahnung woher dieses Herz-Geräusch kommt. Ich seh sogar im Mistkübel nach… Plötzlich ist es aus. Sehr eigentartig. Ich kann es mir nicht erklären. Klingt ja ziemlich Wunder-voll. Aber was steckt dahinter?

Ich habe es herausgefunden und es war definitiv Wunder-voll. Nach einer gewissen Zeit, suche ich mein Handy, finde es und stelle fest, vor kurzen hat meine Mum angerufen. Mein Herz hüpft hoch – das war das Herzklopf-Geräusch. Der Vibrationsmodus meines Handies hat den Herzschlagbeat und ich stelle das fest, wenn meinen Mama anruft – unter derem Herzen ich vor mehr als 30 Jahren auf Wunder-volle Weise entstehen durfte.

Auf der fast verzweifelten Suche nach einem kleinen Alltagswunder, bin ich auf das große Wunder Leben gestoßen. Meine Dankbarkeit dafür lässt sich nicht in Worte fassen.

Ich wünsche jedem von euch einen ebenso Wunder-vollen Dienstagabend!

Bleibt realistisch und glaubt an Wunder!

*m

Alles – vor allem unser Leben – hat seine Zeit. Danke Kathrin.

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Alles – vor allem unser Leben – hat seine Zeit. Danke Kathrin.

Jeder von uns hat Zeit. Wer möchte, darf jetzt gerne den Kopf schütteln.

Jeder von uns hat Zeit. Genau jetzt. Diese Zeit, die uns in diesem Moment zur Verfügung steht. Immer. Immer ist jetzt die Zeit, die wir haben. Ohne nach vorne oder nach hinten zu sehen. Jetzt ist genau die Zeit, die uns zur freien Verfügung steht. In der wir Entscheidungen treffen können, in der wir lachen dürfen, in der wir weinen dürfen.

Die Kostbarkeit des Moments zu schätzen wissen. Eine Lektion, die viel Kraft und Mut erfordert. Gerade jetzt. Am Donnerstag wurde das Leben eines wunderbaren Menschens – Kathrin Eckert – beendet. Einfach so. Mitten in der Nacht. Ohne Vorwarnung, ohne gelb/rotes Licht an der Ampel, ohne einer Ahnung. Im Schlaf wurde ihr Leben zum Leben nach dem Tod.

Unfassbar. Unglaublich traurig. Unbegreiflich. So wie wir sie kannten, ist die großartige Kathrin nicht mehr hier. Einfach so. Aber sie bleibt – in den Herzen, im Gefühl, in Gedanken und Worten.

Jeder von uns hat jetzt Zeit. Zeit, sich zu erinnern Wie Barbara Pachl-Eberhard es heute im Ö3-Frühstück bei mir gesagt hat – Erinnern hat so viel damit zu tun, zu verinnerlichen.

Jeder von uns hat jetzt Zeit, sich zu verabschieden. Jeder auf seine Weise. Zeit, sich wieder zu finden, in einem Raum, in dem ein Körper fehlt. Zeit – dieser Seele diesen Platz zu schenken. Wir haben jetzt Zeit, uns an all die Wunder-vollen Dinge zu erINNErN, die jeder Einzelne mit Kathrin erleben durfte. Manche mehr und manche weniger – die Erinnerungen sind deshalb aber nicht mehr oder weniger Wert.

Das alles wird seine Zeit brauchen. Damit sich alles wieder neu ordnet. Für diese Zeit wünsche ich ihrer Familie, ihren Freunden und ArbeitskollegInnen viel Herzenskraft.

Jeder von uns hat Zeit. Ich nutze die Zeit, um mich an einen Wunder-vollen Menschen – der dem Leben ins Gesicht gelacht hat – zu erinnnern. Der Menschen Mut gemacht hat, der Menschen zum Lachen gebracht hat, der Menschen über ihre Stimme als Moderatorin bei der Antenne Kärnten direkt ins Herz getroffen hat. Ich erinnere mich an Konzerte, einen spontanen Trip nach Prian, an Udos grüne Socken und Köln (im Beitragsbild), an Maul(er)taschen und an den wundervollen wenn auch skurrilen und entzückenden Traum, den du Kathrin erst vor ein paar Tagen mit mir geteilt hast:

“Kommst mit nach Afrika? Ich würde gerne Lehmhütten bauen in Mosambik oder so…”

Danke Kathrin. Für deine Zeit. Und dafür, dass du mir diese Erinnerungen und all die Möglichkeiten, die sich hinter dem “oder so…” verbergen, geschenkt hast. *Herzensgrüße in den Himmel*

Den Mutigen gehört die Welt

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Es gibt Momente im Leben, die ziehen einen regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Man verliert oft nicht nur sprichwörtlich den Halt. In solchen Momenten ist es gut, wenn man zumindest unbewusst weiß, dass man noch auf der Erde steht, auch wenn der Untergrund uneben, holprig, steinig ist. Am Wochenende war ich diesem Gefühl sehr nahe.

Zwei Kolleginnen erzählten mir von einem Kletterkurs auf der Riegersburg – ich war übermütig, meinte, das würde ich auch gerne probieren und drei Tage später stand ich “am Abgrund”. Es war mir klar, dass es nicht leicht werden würde, aber dass ich dann beim Einstieg so bewegungslos werden würde, damit habe ich nicht gerechnet. “Hinter dir gehts abwärts und vorwärts steil bergauf” wird im “Watzmann” gesungen. Oh ja – auf der Riegersburg ist das auch so. Ich klammerte mich an das Seil und unzählig viele Fragen sausten durch meinen Kopf: Halten die Verankerungen, das Seil, die Sicherungen, die Karbiner, meine Arme, meine Beine, die Schuhsohlen…? Vertrauen. Mein Stichwort. Vertrauen in das Material, den Trainer und vor allem das Vertrauen in mich.

Ich war kurz davor, schon nach 3 Metern aufzugeben.

Durchatmen. Die Aussicht genießen über die Steiermark, die sich unter meinen Füßen von wohl einer ihrer schönsten Seite zeigte. Durchatmen. Weitergehen.

Ich habe es geschafft – und das Gefühl, dass ich beim Ausstieg hatte, kann ich nicht in Worte fassen. Das Wort, dass es wohl am besten beschreiben würde, wäre eine Mischung aus Dankbarkeit, Freude, Stolz – Daneudolz – oder so 🙂

Dieser Sonntag zeigte mir einmal mehr, wie hilfreich und gut es ist, zu vertrauen. Vertauen in die eigenen Fähigkeiten, in die Fähigkeiten anderer – auch wenn es Fremde sind – und Vertrauen in die Technik.

Wie heißt es doch so schön: Den Mutigen gehört die Welt! Dazu gehört auch der Mut, so zu sein, wie man ist. Der Mut, das zu tun, was gut tut. Der Mut auszusprechen, was man sich wünscht. Der Mut, um Hilfe zu bitten. Der Mut zu helfen. Der Mut, authentisch zu sein. Der Mut, andere genau so anzunehmen wie sie sind (auch wenn andere Menschen vielleicht andere Meinungen vertreten). Der Mut, einen Schritt vor den anderen zu setzen, auch wenn man den Tritt unter einem Felsvorsprung vielleicht nicht gleich sieht. Der Mut, den Weg weiter zu gehen, wenn ihn vorher noch niemand gegangen ist. Der Mut, JA zum Leben zu sagen. Zusammengefasst ist es der Mut, zu lieben – frei von Ängsten, Vorurteilen oder Erwartungen. Der Mut, sich um Felsen zu schwingen, um festzustellen, dass die Aussicht auf der anderen Seite des Steines vielleicht noch schöner ist.

Ich wünsche uns eine mutige und vor allem Wunder-volle Zeit!

*m

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