Tag Archives: Pippa

Gelassen oder Geh-lass-sein

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Neben mir ist gerade ein Steiermark-Herz-Luftballon zerplatzt. Natürlich mit einem lauten Knall. Mich hat’s in diesem Moment auf gut Deutsch echt “gfetzt”. Inklusive gefühltem Herzschlagaussetzer. Und dann? Lautes Lachen! 🙂

Warum hat mich der platzende Ballon jetzt so erschrocken – weil ich gerade dabei war, mir Gedanken über “Gelassenheit” zu machen. Haha – wer bleibt schon gelassen, wenn’s knallt? 🙂 Super Timing im pipparadies.

Gelassenheit ist etwas, das meine kleine Pippa auszeichnet und etwas, das in jedermann/fraus pipparadies im Grunde eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Doch was bedeutet es eigentlich? Für mich ist Gelassenheit ein Gefühl der Sicherheit – alles IST genau so wie es ist und das ist gut. Aber es klappt nicht immer so mit der Gelassenheit. Manchmal sind es Kollegen, Freunde, Familienmitglieder, andere Autofahrer, der PC oder auch laute Donner, die mich aus der Gelassenheits-Bahn werfen. Manchmal bin ich es auch selbst, die aussteigt.

Doch immer früher kommt dann der Moment der Erkenntnis und ich denk mir “Geh, lass sein”. Ohne “h” und “i” bringt mich das ganz einfach wieder auf die Spur zum Gelassen-Sein. “Sein lassen”  habe ich vor ein paar Jahren noch mit “aufgeben”, “liegen lassen”, “im Stich lassen” oder ähnlichem verbunden. Es war irgendwie negativ besetzt. Dabei haben es die Beatles schon lange vorgesungen: “Let it be”. Lass es sein, genau so wie es ist. Weil es genau so gut ist. Pippa kennt die Beatles zwar nicht – aber sie nimmt jeden Moment (und meine Launen) wie er ist und schafft es, sich von einer Sekunde auf die andere auf irgendwas (meistens sind es Leckerlis :)) sich so zu freuen, als könnte es nichts bessers auf der Welt geben.

Ich wünsche uns diese Gelassenheit – Geh, lass sein und sei glücklich 🙂

Viele Wunder-volle Momente

*m

Ein tierisch erkenntnisreiches Wochenende

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Ich war am Pfingstwochenende “Zuhause” – in Kärnten, bei der lieben Familie und im “echten” Pipparadies mit meiner Pippa. Und schon allein beim Schreiben dieser Wörter werde ich wieder traurig, weil sie dort – viel zu viele Kilometer weit weg – und ich hier bin.

Pippa ist “heimkommen”, “dasein” und “wohlfühlen”. Pippa ist Spaß, jede Menge Glücksmomente und Leben. Pippa ist bei meinen Eltern sehr gut aufgehoben und ich bin jeden Tag dankbar, dass ich sie nicht an jemanden Fremden und für immer abgeben musst. Aber meine Pippa gehört zu mir. Ich möchte, dass sie mich auf die Palme bringt, weil andere Sachen – wie einem Schmetterling nach zu springen – viel wichtiger sind, als “Sitz” und “Bleib” 🙂 Ich möchte, dass sie mich – mit dem Kopf auf der Tischkante – ansieht, als könnte Sie nie im Leben  irgendwas anstellen, nur weil sie “gaaaaaaanz ein kleines” Stückchen von meinem Essen – was auch immer das ist, Pippa ist kulinarisch nicht sehr wählerisch 🙂 – haben möchte. Ich möchte, dass sie es sich abends neben der Couch bequem macht und kurz vor dem Einschlafen noch mal richtig fein durchschnauft 🙂 Ich möchte mit ihr gemeinsam wieder einzigartige – weil unsere – Momente erleben und Erinnerungen festhalten. Ich möchte von und und mit ihr lernen. Sie hat mir vorher schon gefehlt, aber am Wochenende ist es mir richtig klar geworden – ich will keine Pippa-freie Zukunft. Ich will auf All-Inklusive-Urlaube verzichten und stattdessen tierisch coole Roadtrips machen. Ich will morgens aufstehen und noch bevor der Alltag mich einholt, Zeit mit dem Hund in der Natur verbringen. Ich will meine Wünsche hinter das Wohlbefinden dieses wundervollen Vierbeiners stellen, der mein Leben schon in kurzer Zeit so sehr bereichet hat und der mir gezeigt hat, worauf es ankommt. Der mir die Tür zum Pipparadies geöffnet hat.

Doch dafür muss ich etwas ändern: mein Leben. Das Leben, das im Vorjahr auf den Kopf gestellt wurde – weil es nicht so gelaufen ist, wie geplant. Jetzt lassen sich 12-Stunden-Arbeitstage im Büro nicht mit einem Hundeleben vereinbaren. Also geht es ab heute los – auf die Suche nach der Lösung, die aus dem Pipparadies wieder das macht, was es sein soll – ein Paradies für Zwei- und Vierbeiner – weil Toleranz, Resepekt und das Leben in Dankbarkeit für den Moment im Vordergrund stehen.

Alles neu

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Ich schulde allen, die einmal in diesen Blog geschnuppert haben und mir einige Monate und eine Erklärung.

2013 hat das Leben mit mir ein Rad geschlagen und so ziemlich alles ordentlich auf den Kopf gestellt. Ich habe mein Zelte in Kärnten abgebrochen und in der Steiermark wieder aufgestellt. Obwohl es am Anfang geplant war, dass Pippa mit mir ins “grüne Herz” Österreichs siedelt, ist es dann nicht dazu gekommen. Die Geschichte würde den Rahmen sprengen.

Nun ist es so, dass Pippa das Leben meiner Eltern durcheinander bringt – aber auf eine sehr positive und tierisch gute Art und Weise. Die drei sind mitterlweile ein eingespieltes Team – alles tanzt fröhlich nach Nora Pippilottas Hundepfeife 🙂

Ich bin in der Steiermark in der Zwischenzeit nicht wieder auf den Hund, aber auf drei Schweine gekommen. Auch eher passiv, da die “Nutztiere” den Nachbarn gehören, aber ich mich “nützlich” mache. Gerne in grünen Gummistiefeln – um den Schweinchen einen authentischen und kompetenten Eindruck zu vermitteln.

Jedenfalls ist es so, dass der Blog still lag. Heimlich still und leise hat er sich aber doch nicht ganz aus meinem Leben verabscheidet – ich wusste, dass das Pipparadies eine Fortsetzung finden würde. Und heute weiß ich, welche.

Mehr darüber erfahrt ihr morgen 🙂 Ein bisschen Spaß – ähm Spannung muss schon sein!

Ich wünsch euch einen Wunder-volle Zeit!

*m

Die Gretchen-Frage, oder wie Pippa den Weissensee kennenlernte

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Blauer Himmel, ein paar Wölkchen, der Weissensee, eingebettet zwischen erhabenen, schneebedeckten Gipfeln, die sich fast eitel im See spiegeln und mittendrin wir. Deli, Pippa, Ingrid, Johanna und ich. Mädelsrunde auf Ufererkundungstour. Pippa, die mit ihren vier Monaten unerschrocken jeder Gefahr – Baumstämme, Grashalme, Straßenschilder 😉 – ins Auge sieht, tollt herum, will jeden Spaziergänger begrüßen wie einen guten alten Freund und versucht Deli (ein Jahr alt) möglichst viel Erwachsendes nachzumachen. Hin und wieder eine kleine Rangelei, versöhnendes Schnüffeln und rasantes Toben auf den Hügeln über dem See. Deli tobt. Pippa tarnt ihre nicht so flinken Pfötchen, indem sie sich wie ein Puma auf die Lauer legt und Deli „attackiert“, wenn diese die fünfte Runde an ihr vorbeigerauscht ist. Ein herrliches Schauspiel. Der kleine Labbi wird schon vom Zusehen müde, während sich der Jagdhundmischling erst aufwärmt.

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Spaziert wird an der Leine – die Menschen fotografieren die bildschöne Landschaft, die Hunde schnüffeln – Deli sucht wohl nach Wild und Pippa nach irgendetwas Essbarem 😉 Um die Kurve eilt ein schokobrauner Labrador auf uns zu. Ebenso freundlich wie die kleine Pippa – die ist zwar etwas eingeschüchtert von den auf sie zu galoppierenden 25 Kilos, aber neugierig. Schon wird aus den beiden Labbis ein Knaul. Aus der Ferne hören wir ein „Greta, das ist doch noch ein Baby, sei nicht so grob!“ oder „Gretchen, vorsichtig!“ beziehungsweise „Gretchen, aus, komm her!“ Erfolglos. Platsch! Von Gretchen überrollt, einmal eine unfreiwillige Rolle am Uferrand, und Pippa landet im Weissensee. Der dürfte – da zum Teil zum Eislaufen frei gegeben – wirklich „kaltes Wasser“ sein.  Pippa schüttelt sich kurz und stürmt erneut auf Greta zu. Diese, sichtlich erfreut, holt aus und buxiert die kleine, triefend nasse Pippa ein weiteres Mal in den See. Das reicht. Gretchen muss Sitz machen und Pippa wird mit „Trösterchen“ vollgestopft und Taschentüchern mehr oder weniger – eher weniger – getrocknet. Hundeherz was willst du mehr – Spaß mit freundlichen, wenn auch fremden, Artgenossen, Streicheleinheiten und Leckerlis. Pippa im Paradies 😉

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