Tag Archives: wunder mensch

Mein 9. Mama-Monat

Standard

Manchmal wünsche ich mir, die ersten Wochen nach Knopfis Geburt noch einmal zu erleben – und zwar mit dem Gefühl und der Freude, die ich jetzt spüre. Im Rückspiegel betrachtet, liegt über den ersten Wochen ein dunkler Schatten und das ist so schade, weil das kleine Knöpfchen seit 9 Monaten so viel Sonnenschein in unser Leben zaubert.

Er krabbelt jetzt nicht nur wie ein Weltmeister, er zieht sich auch überall weltmeisterlich hoch und – das Beste – er hat innerhalb von 4 Tagen gelernt, wie er aus dem Stand wieder in die Knie kommt. Außerdem sitzt er seit ein paar Tagen freihändig – mein Mama-Herz wird immer größer und stolzer.

Es ist so wundervoll, beobachten und lernen zu dürfen – von diesem kleinen Wunderwesen. Man spürt einfach, dass er den Satz “das geht aber nicht” einfach nicht kennt. Und ich bemühe mich täglich, diesen Satz nicht auszusprechen – auch wenn ich mich öfters dabei ertappe, ihn zu denken (“oh oh, jetzt bis du unter dem Tisch, da kommst du jetzt allein nicht wieder raus…” – IRRTUM, er schafft es, fast immer). Also, was habe ich mir vorgenommen: “Das geht aber nicht” wird gestrichen. Alles was ich mir vorstellen kann, geht – sonst wäre die Vorstellungskraft sinnlos und das wollen wir mal gar nicht 🙂

Die Begeisterung mit der Knopfi die Welt entdeckt ist so ansteckend. Ich will, wie er, am liebsten jeden Tag Neues lernen/verstehen/wissen/kennenlernen/lieben lernen. Und alles mit meinem breitesten Lächeln willkommen heißen. Denn genau so funktionert LEBEN. Es wurde uns mit der Zeit abtrainiert – entweder schon in der frühkindlichen Erziehung oder spätestens in der Schule. Begeisterungsfähigkeit sollte ein eigenes Fach auf dem Stundenplan sein. Der Mensch ist nicht dazu geboren, um zu funktionieren – sondern um zu leben, zu genießen, sich zu freuen, anderen eine Freude zu bereiten und zu bereichern, glücklich zu sein.

Knöpfchen ist dabei genau das zu perfektionieren und ich werde mich hüten, ihm dabei im Weg zu stehen. Im Gegenteil – ich freue mich irrsinnig darauf, Hand in Hand mit ihm im Regen zu tanzen, Sonnenstrahlen einzufangen und Schmetterlinge oder Käfer zu beobachten! Ich wünsche mir, dass er in uns Eltern Vorbilder sieht, an deren Seite er gerne jeden Tag aufs Neue begrüßt. Ein Leben vorleben, dass nach allen Regeln der Kunst gut tut. Ich wünsche mir, dass wir Eltern sind, die ihn reich beschenken – mit Geschenken, von denen man nie genug haben kann: Liebe, Zeit, Respekt, Ehrlichkeit, Gelassenheit, Spaß, Authentizität, Ausgeglichenheit, Freundlichkeit, Güte, Achtsamkeit und Freundschaft.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Wunder-volle Zeit – im Mama-Monat 10! (zweistellig… ich fasse es nicht :))

Mein 7. Mama-Monat

Standard

13606574_522113944654761_926665864648615451_n

In sieben Monaten hab ich mich wirklich mehr als einmal (pro Tag) gefragt, was bin ich für eine Mama? Welche Mama möchte ich sein? Was erwarte ich von mir? Was erwarte ich mir von anderen im Umgang mit unserem Knopfilein? Was wünsche ich mir für das kleine Wunder, das jeden Tag so bereichert?

Und ja – meine Ansprüche würden manche als eher höher einstufen. Allerdings nur im Vergleich zu den Erziehungssystemen und -methoden, wie sie für vergangene Generationen “üblich” waren.

Am häufigsten hörte ich in den vergangen 7 Monaten die Frage: Schläft er schon durch? Als Variante gilt auch: Und, schläft er gut? Meine Antwort auf Frage 1: Ja – maximal 3 Stunden am Stück und das selten, aber die durch. Und er hat diese langen Schlafphasen von Anfang an nachts, was mir sehr entgegen kommt 🙂 Antwort auf Frage 2: Klar, vor allem, weil er bei uns im Bett schlafen darf. 🙂

Ja – es ist anstrengend. Und ja, manchmal wünschte ich mir, einfach nur schlafen zu dürfen. Dann hilft es, mir vor Augen zu halten, wie kurz die Zeit mit dem kleinen Butziwutzi im Endeffekt ist. Hey – jetzt sind schon 7 Monate vorbei – einfach so. Bald wird er die Schule/Lehre was auch immer abschließen und ausziehen – AH! 😉

Ich erwarte mir deshalb vom Knopferl nicht, dass er schon durchschläft. Ich erwarte mir, dass er glücklich und zufrieden ist. Dass er schlafen kann, wenn er müde ist, dass er zu essen bekommt, wenn er hungrig ist, dass er trinken darf, wenn der Durst ruft und dass er Zeit hat, die Welt zu entdecken. Dass er weiß, dass wir immer für ihn da sein werden. Dass er sich entwicklen darf – Schicht für Schicht, Schritt für Schritt.

Deshalb möchte ich zB auch nicht, dass man mein Kind auf den Boden setzt – solange er es noch nicht kann. Gestützt mit Polstern, Decken und Luftpolsterfolie könnte er schon sitzen, aber was bringt es ihm, wenn er nicht weiß, wie er aus dieser Situatioin wieder heraus kommt, ohne umzufallen? Einen tollen Vergleich dazu, habe ich diese Woche gelesen: Ein Marathonläufer startet ja auch nicht mit 40 km in Bestzeit im ersten Training, oder?

Erwachsene erwarten von Babies oft so viel. Selbst gibt man sich zB ein halbes Jahr Lauftraining für einen kleinen Wettbewerb oder ein paar Monate für das Auffrischen von Sprachkenntnissen (Hausnummern), aber ein BABY soll schon nach dem ersten Jahr (in dem es so viel gelernt hat, wie wahrscheinlich nie mehr im Leben) sitzen, stehen, laufen, sprechen, mit Besteck essen und allein aufs Klo gehen können? 🙂 Leute!

Wie auch immer. Wir machen es wie Pippi Langstrumpf – wie es uns gefällt 🙂

Wir stillen nach wie vor. 6 Monate hatte ich mir zum Ziel gesetzt – mittlerweile sind es 7, obwohl ich bei 3-4 zwischendurch aufgeben wollte… 🙂 Wir setzen das einfach fort, solange es uns beiden gut damit geht.

Also kurzum – Knöpfchen darf alles und das noch dazu in seinem Tempo 🙂 Er hat innerhalb von 4 Tagen das Krabbeln perfektioniert, ist auf den Geschmack von Gemüse und Obst gekommen, weiß sich zu helfen, wenn er sich verschluckt und ist sowieso und überhaupt unser Held und Sonnenschein mit 2 Zähnchen 🙂 Genau so eine Mama möchte ich sein – eine, die sich ins Kind hinein versetzen kann, die versucht, die Wunder des Lebens gemeinsam mit ihm neu zu entdecken, die genauso beschützt, wie Freiraum schafft. Eine, die sich “nur” erwartet, dass die Menschen, die Theo nahe stehen, das genau so sehen und mich in meiner Mama-Rolle stärken. So können wir – wie schon mal erwähnt – mit Theo gemeinsam den Hafen bauen, in den er immer wieder gerne zurück kommt  und von dem aus er sein Abenteuer Leben startet.

Es geht dann sowieso alles viel schneller, als es Mama lieb ist 🙂

Mein 6. Mama-Monat

Standard

Ein ganzes halbes Jahr – hurra, wir leben noch! 🙂 Ich hatte ja duraus Momente des Zweifels… Diese sind verfolgen. Wahrscheilich wurde ihnen bei Knopfis Drehungen am Boden zu schwindlig und so haben sich die Zweifel auf und davon gemacht. Gut so. Ihr könnt bleiben, wo ihr jetzt seid. Wir bleiben hier und lieben das Familienleben.

Das Knöpfchen kann sich wie gesagt perfekt vom Rücken auf den Bauch und etwas zögerlich, aber doch, wieder zurück drehen. Der erste Zahl ist mittlerweile schon ungefähr 3 Millimeter “alt” und der zweite rückt – etwa 2 Millimeter “jünger” – nach. In diesem Monat hat das kleine, zuckersüße Kerlchen auch seine noch zuckersüßeren Füßchen entdeckt und lässt sie kaum mehr los. Wenn er die Füße noch hält, halten sie übrigens nie still 🙂

Und die Mama? Die ist mittlerweile entspannt. Zwar nicht was jedes Thema angeht – aber so grundsätzlich. Ich bleib ruhig, wenns Knopferl mal unruhiger ist und ich such den Fehler dann nicht mehr bei mir. Babies dürfen auch unzufrieden sein – ohne dass Mama schuld ist. 😉 Schließlich kann man als Mama viel falsch machen. Aber auch sehr viel richtig. Viel mehr richtig, hab ich in den vergangenen 6 Monaten festgestellt. Richtig ist nämlich alles, was sich gut mit dem Bauchgefühl für Mama und Baby verträgt. Und hat man das Vertrauen in sich mal gefunden, gehts schon viel leichter.

Ein Thema bei dem man es entweder falsch oder nicht richtig machen kann – wie beim Stillen – ist Beikost. Allgemeine Verunsicherung Dank Werbung, Kinderärzten, Hausärzten, Hebammen, Kinderlosen, Mehrfacheltern – von allen Seiten. Jeder macht es anders und doch ist nichts für jeden. Wie jeder Fingerabdruck ist jedes Kind anders – mancher früher und mancher später bereit für eine neue Geschmacksvielfalt. Also gibt es kein Flasch – sondern nur ein Richtig für die jeweilige Familie. Für uns war es richtig, Theo mal Kartoffel probieren zu lassen – er war überrascht von dem Geschmack und der Konsistenz, das war ein Spaß. Selbstverständlich gab es mehr Kartoffel auf der Kleidung, den Händen, dem Tisch und dem Boden als im Bauch – aber genau das ist meiner Meinung nach ja der Sinn von Beikost 😉 Wir machen aus dem Essen kein Stressthema, schon gar nicht solange die gute Mumi schmeckt und reichlich vorhanden ist 🙂

Was ist noch passiert im Monat 6? Wir haben JA gesagt!!! Mama und Papa sind jetzt nicht mehr “nur” Mama und Papa, Mensch, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter, Enkeltochter, Enkelsohn, Neffe oder Nichte – sondern auch Mann und Frau und das vor dem Gesetz 🙂 Am 4. Juni trauten wir uns vor den Standesbeamten und durften mit unseren Liebsten Familien und Freunden einen neuen Lebensabschnitt – verheiratet – beschreiten. Der Riemerhaufen hat jetzt offiziell eine Riemerin mehr 😉 Und Knopfi war Dank Supertante Kerstin einer der wohl gemütlichsten Hochzeitsgäste aller Zeiten!

Voller Vorfreude also rein in den 7. Mama-Monat 🙂

Wunder-volle Zeit!

Mein 3. Mama-Monat

Standard

Wie war das? Wenn man zu arbeiten beginnt, weiß man erst, wie angenehm die Schulzeit war… Wenn man Mama wird, weiß man, wie angenehm so ein 10-Stunden-Büro-Tag war 😀 Ich habe geahnt, dass es anstrengend wird, sich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 (heuer sogar 366) Tage im Jahr um einen anderen Menschen zu kümmern. Vor allem wenn dieses Menschlein gerade erst dabei ist, anzukommen – in dieser Welt, in der man so viel lernen muss (trinken, verdauen, schlafen, lächeln, greifen…Liste unendlich fortsetzbar). Aber ganz ehrlich – es ist mehr als anstrengend! Der kleine Kerl “saugt” mich im wahrsten Sinne des Wortes aus. Wir stillen mind. 18 Mal am Tag – 8-12 Mal wurde mir vorab als “empfehlenswert” und “normal” erklärt. Naja – der Bedarf unseres kleinen Schluckspechts ist anscheinend größer. Beinahe stündlich als Labestation zu dienen und in keiner Nacht mehr als 1,5 Stunden am Stück schlafen zu dürfen, zehrt wirklich. Es ist mit keiner jugendlich durchzechten Nacht zu vergleichen – vor allem fällt das Ausschlafen danach weg… 😉 O-Ton aller anderen, fortgeschrittenen Mamas: Es wird besser! (Euer Wort in Theos und Gottes Ohr :))

Doch jedes entzückende Lächeln entschädigt auf so vielfache Weise! Jedes Strahlen in den Augen macht die 6 Mal unterbrochene Nacht wieder zur Nebensache und weckt die müden Geister. Jede neue Fertigkeit erfüllt mich mit Stolz, das ich es gar nicht in Worte fassen kann – gestern hat er tatsächlich mutiwillig auf ein Spielzeug geschlagen!!! 😀 Großartig! Jedes, momentan sinnlos erscheinende, Gebrabbel wird zur schönsten Unterhaltung, die man je geführt hat. Und schließlich ertappt man sich dabei, wie man selbst versucht, so tolle Spuckeblasen auf die Lippe zu zaubern – und scheitert, aber amüsiert sich bestens. Mit der Zeit entwicklet man ein großzügiges Wurstigkeitsgefühl hinsichtlich des Haushalts und schraubt jeden Anspruch an saubere Kleidung herunter. Was, das Shirt hat nur einen Spuckefleck? Jawohl, anziehen! 🙂 Es gibt so viel Wichtigeres: den Duft von Theos Haaren, seine bezaubernden Schmatzlaute, sein unbändiger Drang, alles zu entdecken und zu erobern, sein strahlendes und zahnloses Babylächeln (das übrigens bei Mama und Papa echt anders aussieht, als bei anderen Personen – das rührt mich jedes Mal bis tief ins Herz), …

Mein inneres Kind freut sich sehr über den Spielkameraden, der vor 3 Monaten bei uns eingezogen ist und ich bin mir sicher, dass die beiden noch jede Menge Spaß haben werden – und ich mitten drin – herrlich!

Wer noch nicht hat: Gönn deinem inneren Kind täglich Auslauf 😉 und genieß diese Wunder-volle Zeit!

Schwanger macht (nicht immer) lustig

Standard

Drei Monate ist der letzte Beitrag alt… oje… In diesen drei Monaten ist viel passiert! Die paar Zentimeter Mensch, die vor drei Monaten in meinem Bauch waren, sind mittlerweile fast 2 kg schwer und mehr als 40 cm groß. Unfassbar. Wirklich unfassbar, wenn man sein Glück zwar spüren, aber noch nicht umarmen und abbusseln kann 🙂

Meine Erwartung an Schwangere war vorab immer: Wow, du MUSST verdammt glücklich sein und strahlen und allen zeigen, wie schön dieses Leben ist und wie toll und großartig und sowieso und überhaupt! Read the rest of this entry

19 Zentimeter – Bauchzwerg Update

Standard

Finger, Hände, Arme, Ellebogen, Oberarme, Hals, Kopf, Nase, Wirbelsäule, wundervoll schlagendes Herzchen, Bauch, Beine, Po – sieht ziemlich kompeltt aus so ein kleines Bauchmenschlein in der 19. Woche. Unfassbar. Sitzt, anscheinend vollkommen entspannt im Schneidersitz, mit einem Arm lässig hinterm Kopf, in meinem Bauch. Wie ein kleines unfassbar süßes Buddhabärchen 🙂 Unser kleines Buddhabärchen, das uns natürlich noch verheimlicht, in welche Richtung wir weiter Namen suchen sollen…

Knapp 19 Zentimeter ist das große kleine Wunder Mensch nun schon groß und entwickelt sich nach Plan, falls man das so sagen kann – die Ärztin war jedenfalls annähernd so begeistert wie wir. Ok, nicht ganz, aber doch 🙂

Am Dienstag gab es die ersten wirklich fühlbaren, wenn auch sehr zarten Fußtritte, die sich nicht mehr nur nach Kitzeln, Seifenblasen oder Goldfisch anfühlen.

Mir fehlen erhlich gesagt die Worte bei so viel Wunder… sogar das Herz lächelt nur, genießt und schweigt 🙂

Viele Wunder-volle Momente für uns*m

Wünsche für mein Baby und alle Kinder dieser Welt

Standard

99 Tage bin ich laut einer App nun schwanger 🙂 In dieser Zeit ist viel passiert. Vieles, dass mich darüber nachdenken lässt, was ich mir für das ungeborene, unschuldige Wesen in meinem Bauch wünsche.

Diese Wünsche widme ich auch allen anderen Kindern dieser Erde – jenen, die schon hier leben und jenen, die wie meines auf dem Weg zu uns sind.

Ich wünsche unseren Kindern Natur. Gänseblümchen, Bienen, Käfer, Spinnen, Schlagen, Elefanten, Tiger, Löwenzahl, Grashalme, Äpfel, Erdbeeren, Karotten, Kräuter… alles, was die Natur uns schenkt, alles, was das Leben bunt und köstlich macht. Ich wünsche unseren Kindern, die Möglichkeit auf der Wiese zu liegen und Ameisen zu beobachten oder in den Himmel zu blicken und Wunder-volle Wolkengestalten zu entdecken. Ich wünsche unseren Kindern Gelegenheiten, um mit aller Freude in Regenlacken zu springen und mit offenen Augen Regenbogen zu bestaunen.

Ich wünsche unseren Kindern Spaß. Kein Tag darf ohne Lachen vergehen. Ich wünsche Ihnen Eltern, die sie nachts, morgens, mittags, nachmittags – einfach immer – mein einem Lächlen willkommen heißen. Ich wünsche unseren Kindern Menschen, die nicht vergessen haben, wie schön Kinderlachen ist und wie gut es tut, selbst mitzulachen. Ich wünsche unseren Kindern Momente zum Zerkugeln, die vergessen lassen, warum man überhaupt angefangen hat zu lachen.

Ich wünsche unseren Kindern Mut. Den Mut der Eltern, den Kindern etwas zuzutrauen. Und zwar nicht, ihnen zuzutrauen vom Klavierunterricht, zum Ballet, Fußballtraining und zum Schwimmverein an einem Tag zu gehen. Sondern den Mut, Kinder Kinder sein zu lassen. Den Mut, die Kreativität in den kleinen Herzen zu wecken und den Mut, diese Kreativität zu unterstützen. Egal, ob es darum geht, ein Bild zu malen, die erste Eierspeis’ selbst zu kochen (selbstverständlich unter Aufsicht) oder einfach nur märchenhaft schöne, fabelhafte Geschichten zu erzählen – von Wunder-vollen Wesen und einzigartigen Abenteuern.

Diese Liste lässt sich ewig fortsetzen – was wünscht du unseren Kindern?

Ich wünsche unseren Kindern Liebe. Bedingungslose Liebe. Einfach weil sie da und weil sie genau so perfekt und WUNDERvoll sind. Egal, wo die Kleinen aufwachsen, egal wie sie aussehen, egal, woher ihre Eltern oder Großeltern kommen, egal, welche Entscheidungen sie für ihr Leben treffen werden, egal, ob sie gerne Laufen oder Gedichte schreiben, egal ob sie sich pink oder schwarz kleiden. Ich wünsche unseren Kindern Liebe, die stark macht, die Vertrauen schenkt und die ihren Selbstwert stärkt. Ich wünsche unseren Kindern die Liebe, die sie gerne an ihre Mitmenschen und alle anderen Lebewesen und an die Natur weiter geben. Ich wünsche unseren Kindern Liebe, die keine Vergleiche stellt, die keine Unterschiede kennt, Liebe, die einfach ist.

Es geht um Menschen. Jedes Kind, das zur Welt kommt, ist ein Mensch – ein Wunder wie du und ich. Er oder Sie haben Glück, Gesundheit, Toleranz, Respekt und Liebe verdient. Egal wo es geboren, oder später leben wird.

Ich wünsche unseren Kindern Menschen, die wie Feen für sie sind, damit diese Wünsche in Erfüllung gehen und ich bin so dankbar, dass ich in meinem Umfeld viele solcher Engel hab.

Ich wünsche uns eine Wunder-volle Zeit

*m

Von einem neuen Zugang und den Vorbereitungen für die Lymph-Reha

Standard

Ich liebe mein Leben. Und ja, ich nutze viele Gelegenheiten, um diese Grundeinstellung weiterzugeben, oder andere zu motivieren bzw. einfach nur auf den Gedanken zu bringen, wie kostbar dieses Leben ist. Jeder einzelne Tag.

Im Pipparadies geht es auch darum, Ja zu sich zu sagen – mit allem, was einen ausmacht. Jeder Mensch ist und bleibt ein Wunder. Von den Haar- bis zu den Zehenspitzen ist jeder einzigartig und gleichzeitig ist jeder perfekt.

Es gibt Umstände, die es nicht so einfach machen, diese Perfektion als solche anzuerkennen. Krankheiten sind solche Umstände, die zweifeln lassen. Doch viele Krankheiten sind eine Chance – die Chance, sich weiter zu entwickeln, Selbstheilungskräfte zu aktivieren, optimistisch zu bleiben, jeden Moment lieben zu lernen. Und mir ist es sehr bewusst, dass es Unterschiede gibt – nicht jede Krankheit verläuft gleich, die Heilungschancen sind unterschiedlich. Was bleibt ist am Ende nur dieser einzelne Moment. Jede Sekunde. Es geht jetzt nicht darum, etwas schlimmer, besser, schöner, grausamer, heilbarer oder hoffnungsloser darzustellen. Ich habe beschlossen, mein Thema – das ich nicht Krankheit nennen möchte, weil es dann mehr “Macht” hätte – zu teilen. Um diese Geschichte für mich aufzuschreiben und vielleicht ein paar andere Betroffene zu erreichen und um gemeinsam das Thema abzuschließen und ein neues Kapitel anzufangen.

Lipödem. Ich mag Buchstaben und Wörter – aber mit diesem Wort konnte ich mich bis jetzt nicht anfreuden. Lipödem. Es ist mit so vielen Tränen, Traurigkeit, Verzweiflung, Unwissenheit, Scham und Frust verbunden. Lipödem. Seit 2010 so etwas wie ein Schatten, der mich tagtäglich begleitet. Ich habe gelernt, damit umzugehen und meinen Körper nicht mehr dafür zu hassen, dass er mich mit diesem Wort, diesem Thema in Verbindung gebracht hat. Ich habe gelernt, dass es nicht um meinen Charakter, meine Seele, meine Talente oder Interessen geht. Es geht rein um eine Funktion – die meinem Körper nicht so leicht fällt, wie anderen. Es sind kranke Fettzellen, vor allem an den Armen und Beinen, die Wassereinlagerungen fördert und den Lymphfluss beeinträchtigen. Alles wird Dicker – außer den Händen und Füßen oder Oberkörper, Hals und Kopf – diese “Unform” wird zur Belastung. Jeder Blick in den Spiegel wird zur Herausforderung. Jede Mahlzeit beginnt mit dem Gedanken: Darf ich überhaupt? Lange Zeit macht man sich selbst dafür verantwortlich. Zu wenig Sport, zu viel Schokolade. Doch dann stellt man fest, auch wenn viel Sport und wenig Schokolade – bis fast gar nichts essen – auf dem Tagesplan stehen: es ändert sich nichts. Die Blicke der anderen tun weh. Man verurteilt sich selbt, zu schwach zu sein. Die Gedanken fahren Karusell: Was denken sich die Menschen rundherum? Wie stehe ich da? Wie ist meine Haltung? Sieht jemand meine Oberarme? Wie kann ich das alles verstecken? Könnte mir jemand bitte ein Loch graben, in dem ich untertauchen kann? (Eine Schaufel wird wohl nicht reichen, vielleicht jemand mit Bagger? :))

In den vergangen Jahren habe ich viele verschiedene Phasen durchlaufen – Diäten (bis zum Abwinken – immer ohne richtigen Erfolg, weil Diäten beim Lipödem nichts bringen, weiß man aber nicht, solange man nichts davon weiß), Frust, Verzweiflung, Selbsthass, Verdrängung, Einsicht, Verständnis, Mut. Lange habe ich mich geschämt – für diesen Körper, der nicht so ist, wie er sein “sollte”. Ich war einmal beim Arzt, habe mir die Diagnose abgeholt und erst mal in eine Schublade gelegt. Ich wollte mich nicht weiter mit Fettzellen – schon gar nicht mit kranken – beschäftigten.

Seit ein paar Wochen ist mein Zugang ein anderer. Es geht nicht darum, mich mit Fettzellen zu beschäftigten, sondern mit der Funktionsfähigkeit meines Lymphsystems. Die Lymphe erfüllt sehr wichtige Aufgaben im Körper – ist zb für den Abtransport der Lymphflüssigkeit zuständig. Und wenn die gute Lymphe keine optimalen Arbeitsbedingungen vorfindet – dann muss ich ihr dabei helfen, die körperliche Infrastruktur zu verbessern.

Deshalb: Reha-Ansuchen, Lymphklinik, ich komme. Der Antrag wurde genehmigt. In vier Wochen geht es los und es ist noch jede Menge vorzubereiten. Meinen Kopf zum Beispiel – auf die Tatsache, dass jetzt innerlich umgebaut wird, um die Weichen wieder auf Vollfunktion zu stellen. Ich werde diesen Weg im Pipparadies gehen. Um – natürlich auch mir – und vielleicht auch anderen Mut zu machen, raus zu gehen. Sich nicht zu verstecken und aufzugeben, weil man “eh nix machen kann”. Ich möchte gehört/gelesen werden, weil das Lipödem ein Thema ist, das viele betrifft und weil es Möglichkeiten gibt, etwas zu tun.

Lipödem. Ich freunde mich langsam mit dem Wort an. Langsam.